Schafwolle

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Die Schafwolle wird nach dem Scheren gewaschen, um Wollfett und Schmutz zu entfernen. Durch ein Mottenschutzmittel (Mitin FF) wird die Wolle vor keratinfressenden Insekten geschützt. Nach dem Trocknen wird die Wolle mit einem Reißwolf aufgelockert, entknäult und zu einem sehr feinen Fließ verarbeitet. Dieses wird bis zur gewünschten Dicke übereinandergelegt und vernadelt.

Verarbeitung/Anwendung
Die so entstandenen Dämmbahnen können je nach Verarbeitung als Trittschall- oder Wärmedämmung verwendet werden. Schafwolle ist stark hygroskopisch, kann bis zu einem Drittel des Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, ohne wesentliche Einbußen bei der Wärmedämmung. Eine Besonderheit ist das Abbauvermögen von Gerüchen und Luftschadstoffen. Schafwolle eignet sich daher als Sanierungsmaterial für raumluftbelastete Räume und zur Fremd- und Reizstoffprävention bei Neubauten.

Technische Daten
Wärmeleitfähigkeit λ: 0,040 W/(mK)
Rohbaudichte ρ: 20 - 140 kg/m³
Wasserdampfdiffusionswiderstand μ: 1 - 2
Baustoffklasse nach DIN 4102: B2 normal entflammbar