Energieausweis

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Deckblatt und Folgeseiten

Die Energieeinsparverordnung 2014 ist am 1. Mai 2014 in Kraft getreten. Vor allem für Neubauten setzt die EnEV höhere energetische Standards, aber auch Besitzer älterer Gebäude müssen einige neue Regelungen beachten. Damit bekommt auch der Energieausweis für Gebäude mehr Gewicht. Verkäufer und Vermieter müssen den Ausweis künftig bereits bei der Besichtigung vorlegen. Nach Abschluss des Vertrages muss der Ausweis dann unverzüglich an den Käufer bzw. Mieter übergeben werden – zumindest in Kopie. Die wichtigsten energetischen Kennwerte aus dem Energieausweis müssen außerdem schon in der Immobilienanzeige genannt werden, zum Beispiel der durchschnittliche Endenergiebedarf des Gebäudes.

Der Energieausweis ist seit dem 1. Juli 2008 Pflicht für alle Wohngebäude, die bis einschließlich 1965 gebaut wurden und ab dem 1. Januar 2009 für alle jüngeren Wohngebäude. Für Nichtwohngebäude ist der Energieausweis seit dem 1. Juli 2009 Pflicht bei Vermietung, Verkauf und Verpachtung.

Im neuen Energieausweis werden die energetischen Kennwerte nicht mehr nur auf einer Skala von grün bis rot dargestellt, sondern zusätzlich einer von neun Effizienzklassen zugeordnet. Die Skala reicht hier von A+ (niedriger Energiebedarf) bis H (hoher Energiebedarf), ähnlich wie bei der Kennzeichnung von Elektro- und Haushaltsgeräten. Für Wohngebäude hat sich die Spanne deutlich verkürzt, von bisher über 400 kWh/m²a im obersten Segment auf  höchstens über 250 kWh/m²a. Diese Zuordnung gilt aber nur für neu ausgestellte Ausweise: Bereits vorliegende Energieausweise ohne Angabe von Effizienzklassen behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Die einfache grafische Darstellung im Energieausweis ermöglicht einen schnellen Quervergleich mit anderen Gebäuden. Die von der Deutschen Energie-Agnetur (dena) vorgeschlagenen fünf Formularseiten (gemäß EnEV 2014) werden im Anschluss kurz vorgestellt und erläutert.

Deckblatt
Das Deckblatt enthält alle übergeordneten Informationen zum Gebäude (z. B. Adresse, Baujahr, Foto und Gebäudenutzfläche), den Anlass der Ausstellung und die wichtige Angabe über die Berechnungsgrundlage (berechneter Energiebedarf auf Seite 2 oder erfasster Energieverbrauch auf Seite 3 – auch beide Angaben sind möglich). Außerdem gibt es neben einem Hinweis zur Verwendung („Der Energieausweis dient lediglich der Information...") auch den Bereich für die Unterschrift des Ausstellers.

Seite 2 / Energiebedarf
Auf der zweiten Seite des Energieausweises werden alle relevanten Informationen bezüglich des berechneten Energiebedarfs eines Gebäudes dargestellt, außerdem stehen Vergleichswerte für den Endenergiebedarf, Angaben zum EEWärmeG und Ersatzmaßnahmen zur Verfügung.

Seite 3 / Energieverbrauch
Die wichtigsten Angaben über den gemessenen Energieverbrauch eines Gebäudes sind auf der dritten Seite des Ausweises zu finden. Außerdem befinden sich auf ihr die Darstellung des erfassten Energieverbrauchs (Energieverbrauchskennwert) und ebenfalls Vergleichswerte für den Endenergiebedarf.

Seite 4 / Empfehlungen
Unabhängig von der Bemessungsgrundlage (Bedarf oder Verbrauch) müssen dem Ausweis grundsätzlich Modernisierungsempfehlungen zum Energieausweis für die kostengünstige Verbesserung der Energieeffizienz hinzugefügt werden. Zusätzlich können hier ergänzende Erläuterungen zu den Angaben im Energieausweis gemacht werden. Diese befinden sich auf der fünften Seite.

Seite 5 / Erläuterungen
Hier werden u.a. die für die Ausstellung des Energieausweises relevanten Angaben und Begriffe erläutert:

  • Erneuerbare Energien
  • Energiebedarf
  • Primärenergiebedarf
  • Energetische Qualität der Gebäudehülle
  • Endenergiebedarf
  • Angaben zum EEWärmeG
  • Endenergieverbrauch
  • Primärenergieverbrauch
  • Pflichtangaben für Immobilienanzeigen
  • Vergleichswerte

Bildnachweis: Deutsche Energie-Agentur (dena), Berlin

Surftipps

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