WDVS-Befestigungen
Auf welche Weise Wärmedämm-Verbundsysteme angebracht werden, ist hauptsächlich von drei Faktoren abhängig: von der Haftzugfestigkeit und Beschaffenheit des Untergrunds, von der Art des gewählten Wärmedämmstoffs und von der Art der Beschichtung.
Es dürfen generell nur bauaufsichtlich zugelassene Systeme verwendet werden. Die Systemkomponenten in Abhängigkeit vom Einsatzfall sind in den jeweiligen Zulassungen festgeschrieben.
Prinzipiell werden vier Arten der Befestigung von Wärmedämm-Verbundsystemen unterschieden:
- Verklebung
- Verklebung und Verdübelung
- Verdübelung
- Schienenbefestigung
Eine zusätzliche Verdübelung ist immer dann erforderlich, wenn das System-Gesamtgewicht mehr als 10 kg/m² beträgt sowie bei Systemen mit Steinwolledämmung unabhängig vom Gewicht. Bei Sanierungen von Altbauten ist eine zusätzliche Verdübelung immer empfehlenswert, da die Haftabzugswerte der alten Wandoberfläche oftmals nicht bekannt sind. Hier sind insbesondere Altanstriche zu beachten. Die Systemdübel sind so ausgebildet, dass der Dübelkopf ebenengleich mit der Dämmung abschließt.
Bei Dübelbefestigung sind je nach Zulassungssystem Dübelteller unterschiedlicher Durchmesser vorgeschrieben, die das Durchstanzen der Dämmung bei Windsog verhindern sollen. Die Dübel wirken als punktuelle Wärmebrücken.
Eine rein mechanische Befestigung kommt ohne zusätzliche Verklebung aus. Die Verankerung am Rohbau erfolgt dabei linienförmig über angedübelte Metallschienen. Die Dämmplatten sind umlaufend mit einer Leibungsnut und einer Hinterfräsung ausgebildet. Die Schienen greifen über entsprechende Schenkel in die Nut. Schienenbefestigungen kommen insbesondere bei starken Unregelmäßigkeiten des Untergrundes zur Anwendung.
