Recycling von Mineralfasern
Förderung des Bundesumweltministeriums
Das Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums (BMU) fördert Investitionen mit Demonstrationscharakter zur Verminderung von Umweltbelastung. Die Firma Woolrec aus dem hessischen Braunfels konnte mit dieser Förderung die erste Anlage zur Verwertung von Mineralfaserstoffen bauen. Das dort zu verwertende Altmaterial stammt überwiegend aus den Abfällen beim Bauabriss.
Mineralwollabfälle sind nach der neuen Abfallverzeichnisverordnung (AVV seit 1. Januar 2002) als "besonders überwachungsbedürftig" eingestuft und müssen auf Sondermülldeponien entsorgt werden. Durch dieses Verfahren soll eine sinnvolle Alternative zur Deponierung der besonders überwachungsbedürftigen Abfälle entstehen.
Die Mineralfasern werden im Recyclingverfahren zuerst in zwei Stufen zu Mineralfasermehl zerkleinert und anschließend von metallischen Rückständen gereinigt. Eine Siebanlage dient dann zur Entfernung weiterer Reststoffe. Danach wird das Mehl in eine sichere Matrix eingekapselt und geformt. So entsteht ein Granulat, welches in der Ziegelherstellung dem Tonteig beigemischt werden kann. Beim anschließenden Brennvorgang verbrennt das Granulat und führt zur gewünschten Porosierung im Endprodukt.
Das Unternehmen plant mit erneuter Unterstützung des BMU eine Erweiterung seiner Glaswollrecyclinganlage um eine Kunststoffwaschanlage und eine Metallaufbereitungsanlage. Ziel des Vorhabens ist es, die bei der Mineralfaserverwertung anfallenden Störstoffe wie Plastikfolien und Metalldraht ebenfalls komplett zu recyceln und einer stofflichen Verwertung zu zuführen.
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