Holzspäne
Holz- oder Hobelspäne entstehen als Nebenprodukt bei der handwerklichen und industriellen Holzverarbeitung. Besonders in Sägewerken und Schreinereien fallen sie in großen Mengen an. Für die Nutzung als Dämmstoff eignen sich vor allem Späne von Weichholzarten wie Fichte, Tanne und Kiefer.
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Herstellung
Die Späne müssen frei von Lacken, Ölen, Holzschutzmitteln und Kleberresten sein, damit in der späteren Dämmung keine gesundheitsschädlichen oder brennbaren Stoffe enthalten sind. Mehrere Verarbeitungsschritte sichern ihre Dämmleistung und Haltbarkeit: Eine Trocknung auf ca. 10 bis 15 % Restfeuchte verhindert Schimmel und Setzungen. Beim Entstauben, Sieben und Sortieren werden Feinteile entfernt, um eine gleichmäßige Körnung zu erreichen.
Borsalze, Soda oder ähnliche Salze beugen Pilzbefall vor, das Tränken oder Besprühen mit reiner Molke verbessert den Brandschutz. Eine Ummantelung der Holzspäne mit Lehm oder Kalziumsilikathydrat führt ebenfalls zu einer deutlichen Verbesserung des Brandschutzes. Kalziumsilikathydrat dringt in die Poren der Holzstruktur und übertrifft Lehm in der Wirkung, ist aber technisch aufwendiger. Es wirkt außerdem konservierend und festigend.
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Anwendung und Wiederverwendung
Die behandelten Holzspäne werden in Säcken auf die Baustelle geliefert. Sie eignen sich besonders als Schüttung oder Einblasdämmung für Decken, Dächer und Wände, wo sie entweder per Hand eingeschüttet und verdichtet oder mit Schläuchen eingeblasen werden. Häufig werden sie in die Gefache von Holzständerwerken eingebracht.
Technische Daten*
Wärmeleitfähigkeit λ: 0,045 – 0,56 W/(mK)
Rohdichte ρ: 90 – 140 kg/m³
Wasserdampfdiffusionswiderstand μ: 2 - 5
Baustoffklasse nach DIN 4102: B2 normal entflammbar / DIN EN
13501-1, Klasse E
Primärenergieinhalt: 50 kWh/m³
*Anmerkung: Alle Angaben ohne Gewähr. Die Werte können sich
aufgrund von Produktweiterentwicklungen ändern, sind aber
aufgeführt, um als Anhaltspunkte zu dienen.
Fachwissen zum Thema
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