Geschossdeckendämmung als Modulsystem

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Einfache Unterkonstruktion für Zellulosedämmstoff

Ungedämmte Dächer sorgen in vielen Altbauten für hohe Wärmeverluste. Wenn ein Dachausbau nicht zur Disposition steht, wie z.B. bei vielen öffentlichen Gebäuden, kann alternativ die oberste Geschossdecke gedämmt werden. Laut EnEV 2009 ist dabei ein U-Wert von mindestens 0,24 W/(m²K) einzuhalten.

Der Hersteller Isocell aus dem österreichischen Neumarkt am Wallersee hat mit dem Modulsystem WoodyFix eine Alternative zur Platten- und Mattenverlegung von nachträglicher Dämmung geschaffen. Das System besteht aus passgenauen Basis-Modulen aus Multifunktions-Platten (MFP), von denen je zwei zusammengesteckt werden und im Abstand von 83 cm aufgestellt werden, an den Anschlüssen zu Wänden gelten schmalere Abstände. Diese einzeln aufgestellten Abstandshalter sind anschließend durch Holzlatten (4 x 6 cm) miteinander zu verbinden. Die Latten können dazu in eine vorhandene Auskerbung gesteckt werden. Größere Unebenheiten der Bestandsdecken sind mithilfe verschieden hoher Unterlageplättchen auszugleichen. Nachdem die Unterkonstruktion steht, werden die Bodenplatten aufgebracht und daran verschraubt. Ausreichend als Belag sind 18 mm dicke Holzwerkstoffplatten. Der entstandene Hohlraum zwischen Geschossdecke und Plattenbelag ist abschließend im Einblasverfahren mit Zellulosedämmung aufzufüllen. Laut Hersteller kann für die Verlegung der Unterkonstruktion mit einem geringen Zeitaufwand von 14 Minuten pro Quadratmeter gerechnet werden.

Das System gibt es standardmäßig in den Konstruktionshöhen 220, 260 und 320 mm. Die U-Werte, die dadurch z.B. bei einer 200 mm dicken Stahlbetondecke erstellt werden können, lauten wie folgt:

  • 220 mm Dämmschicht: U-Wert 0,17 W/(m²K)
  • 260 mm Dämmschicht: U-Wert 0,14 W/(m²K)
  • 320 mm Dämmschicht: U-Wert 0,12 W/(m²K)
Zellulose hat eine Wärmeleitfähigkeit von 0,040 W/(mK) und zählt nach DIN 4102 zu der Baustoffklasse B2.

Hersteller: Isocell, Neumarkt am Wallersee, A