Laminat: Verlegung und Pflege

Beim Verlegen von Laminat-Böden muss der Untergrund trocken, fest und eben sein, diese Voraussetzungen müssen sowohl bei der schwimmenden Verlegung als auch bei der Verklebung gegeben sein. Bei Estrichen als Untergrund ist die Belegreife zu beachten, zusätzlich muss eine PE-Folie als Feuchteschutz auf den Estrich aufgebracht werden. Die Vorbereitungen sind grundsätzlich und ausnahmslos nach den Bestimmungen der DIN 18365 Bodenbelagsarbeiten vorzunehmen.

Laminat-Bodenbeläge wurden ursprünglich für die schwimmende Verlegung entwickelt. Sie können entweder schwimmend auf Dämmunterlage mit Nut-Feder-Verleimung verlegt, schwimmend auf Dämmunterlage mit leimloser Nut-Feder-Arretierung oder auch vollflächig mit Nut-Feder-Verleimung verklebt werden. Bei der leimlosen Verlegung kommen Klicksysteme zum Einsatz, bei denen die einzelnen Paneele einfach zusammengesteckt werden und dann einrasten. Der Industrieverband Klebstoffe (IVK) hat ein Merkblatt zum Kleben und zur Verlegung von Laminat-Böden herausgegeben; es kann von der Website des IVK heruntergeladen werden.

Laminatböden besitzen eine harte und dichte Oberflächenstruktur. Aus diesem Grund kann der tägliche Schmutz auch leicht entfernt werden (kehren), es genügt mit nebelfeuchten (!) Tuch von Zeit zu Zeit zu wischen. Bei stärkerer Verschmutzung kann diese feucht, mit Haushaltsreiniger angereichert werden. Die überschüssige Feuchtigkeit muss sofort wieder aufgenommen werden! Sonst kann es zum Aufquellen der Ränder kommen. Zusätze wie Seifenreiniger, Kernseife, Scheuermittel o.ä. sollten unterbleiben.

Problemflecken wie Rotwein, Fette, Filzstiftmalerei, Schuhabstriche können nur mit alkoholhaltigen Lösungsmitteln wie Aceton (Nagellackentferner) oder Waschbenzin beseitigt werden. In jedem Fall muss nach einer solchen Behandlung sofort mit einem feuchten Tuch nachgewischt werden.