Einsatzbereiche und Klassifizierung elastischer Bodenbeläge

Damit die Auswahl der sehr unterschiedlichen Arten von elastischen Bodenbelägen einfacher fällt und für die jeweilige Anforderung der „richtige“ Belag gewählt werden kann, ist in der DIN EN ISO 10874 Elastische, textile und Laminat-Bodenbeläge ein Klassifizierungssystem aufgeführt. Die Norm teilt die unterschiedlichen Einsatzbereiche in Wohnen, gewerblich und industriell. Bodenbelagshersteller sind verpflichtet ihre Produkte nach dem Stand der Technik, also nach den gültigen Normen, zu kennzeichnen und einzustufen. Die bis Mitte der 1990er Jahre gültigen alten K-Einstufungen sind nicht mehr zulässig.

Wohnen (Bereiche mit privater Nutzung)

  • Klasse 21 / mäßig: Räume mit geringer Nutzung, wie z.B. Schlafzimmer
  • Klasse 22 / normal: Räume mit mittelstarker Benutzung, z.B. Wohnräume und Eingangsbereiche
  • Klasse 23 / stark: Räume mit intensiver Nutzung, wie z.B. Wohnräume und Eingangsbereich (siehe Bild 1)
Gewerblich (Bereiche mit öffentlicher und gewerblicher Nutzung)
  • Klasse 31 / mäßig: Bereiche mit geringer und/oder zeitweiser Nutzung, wie z.B. Hotelzimmer, Einzelbüros, Konferenzräume
  • Klasse 32 / normal: Bereiche mit mittelstarkem Verkehr, wie z.B. Hotel, Einzelbüros, Klassenzimmer und kleine Läden
  •  Klasse 33 / stark: Bereiche mit starkem Verkehr, wie z.B. Großraumbüros, Mehrzweckhallen, Schulen oder Kaufhäuser
  • Klasse 34 / sehr stark: Bereiche mit sehr starker Nutzung, wie z.B. Kaufhäuser, Mehrzweckhallen, Schalterhallen oder Flughäfen (siehe Bild 2)
Industriell (Bereiche die von der Leichtindustrie genutzt werden)
  • Klasse 41 / mäßig: Räume in denen überwiegend im Sitzen gearbeitet wird, mit gelegentlichem Fahrzeugverkehr, wie z.B. Elektronik- oder Feinmechanikwerkstätten
  • Klasse 42 / normal: Bereiche in denen die Arbeit überwiegend im Stehen ausgeführt wird und mit Fahrzeugverkehr, wie z.B. Lagerräume
  • Klasse 43 / stark: industrielle Bereiche, u.a. Lager- und Produktionshallen (siehe Bild 3)
Die Norm bietet den Vorteil des einheitlichen Produktvergleichs auf dem ganzen europäischen Markt, dass Nachprüfungen und Klassifizierungen in Importländern entfallen, Verschleierungstaktiken für Produkte, die der Klassifizierung nicht standhalten nicht mehr möglich sind und für den Planer somit Zeit- und Kostenersparnisse.

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