Trennschichten: Allgemeines und Materialien
Sowohl beim Einbau von mineralischen Untergründen (Zementestrich, calciumsulfatgebundener Estrich, Magnesiaestrich) als auch beim Einbau von Trockenestrichen (Gipsplatten, Faserzementplatten, Verlegespanplatten, OSB-Spanplatten etc.) kommen häufig Trennschichten bzw. Trennlagen zum Einsatz. Diese können unterschiedliche Funktionen haben. Bei mineralischen Untergründen werden sie als Schrenzlage eingebaut, wenn untere Schichten vor dem Anmachwasser des frisch eingebrachten Estrichs geschützt werden sollen.
Trennschichten/Trennlagen können auch Gleitlagen sein, wenn z. B. Estriche/Untergründe nicht starr sondern beweglich auf dem Untergrund (Rohbetondecke, Bodenplatte etc.) eingebaut werden sollen. Bei Trockenestrichkonstruktionen können Trennschichten/Trennlagen auch als Dampfbremse gegen aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Untergrund eingesetzt werden.
Unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte macht es in der Praxis selten Sinn, auf Trennschichten/Trennlagen zu verzichten und hieraus resultierend ein höheres Risiko zu tragen oder im Bauablauf größere Wartezeiten in Kauf zu nehmen.
Materialien für Trennschichten
Je nach Funktion und Anforderung können Trennschichten/Trennlagen aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Die üblichsten Materialien für Trennschichten/Trennlagen sind:
- Bitumenpapier,
- Unterspannbahnen
- Ölpapier
- PE-Folien,
- PVC-Folien.
Quelle: Institut für Fußbodenbau, Torsten Grotjohann, Overath

