Teppichfliesen aus recycelten Synthetikfasern

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Vom Fischernetz zum Bodenbelag

Für die Herstellung synthetischer Kunstfasern aus Polyamid, die unter anderem für textile Bodenbeläge verwendet werden, muss viel Energie aufgebracht werden. Gleichzeitig entstehen dabei rund 50% der CO2-Emmisionen, die bei der Gesamtproduktion eines Teppichs anfallen. Da liegt es eigentlich nahe, die Garne zu recyceln und damit die Umweltbilanz des Bodenbelags deutlich zu verbessern.

Das findet auch die Firma Interface Flor. Ihre Teppichfliesenkollektion Biosfera I besteht aus 100% recycelten Garnen, die zu einem Großteil aus eigenen Produktionsabfällen stammen, für die aber auch 30% bereits benutzte und ausgediente Synthetikfasern z.B. von Fischernetzen verwendet werden. Darüber hinaus soll durch das spezielle Tufting-Verfahren insgesamt weniger Garn benötigt werden.

Die Kollektion besteht aus drei Produkten – Bouclé, Velour und Micro – und ist in zwölf verschieden Grautönen erhältlich, die auch zu Mustern kombiniert werden können. Die Teppichfliesen mit den Maßen 50 x 50 cm oder 50 x 100 cm werden lose verlegt und sind auf ihrer Unterseite mit einer Antirutsch-Beschichtung versehen. Somit entfallen nicht nur umweltschädigende Klebstoffe, die einzelnen Elemente lassen sich auch wieder aufnehmen und können dann z.B. ausgetauscht oder gereinigt werden. Der positive Einfluss auf das Innenraumklima wird durch das Prüfsiegel der Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichböden (GUT) bescheinigt.

Als zusätzliche Leistung nimmt der Hersteller gebrauchte Produkte zurück, trennt das Garn von der Rückenbeschichtung und bindet diese wieder in seine Produktionsabläufe ein.

Hersteller: Interface Flor, Krefeld