Pflanzliche Fasern: Seegras

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Seegrasgewächse sind meist krautige Pflanzen mit einfachen, langen und stiellosen Blättern, die unter Wasser im feuchttropischen Klima wachsen. Ähnlich wie Reis erfolgt ihr Anbau plantagenmäßig auf Schwemmfeldern. Ihre etwa eineinhalb Meter langen Fasern sind besonders hart und sehr dicht. Nach der Ernte werden sie zunächst getrocknet, dann zu starken Strängen gesponnen und verzwirnt. Die geschmeidigen Faserstränge haben einen tabakartigen Eigengeruch, einen lederartigen Charakter und sind beinahe wasserundurchlässig. Aus diesem Grund lässt sich Seegras auch nicht färben.

Verwebt ergeben die Fasern einen widerstandsfähigen Bodenbelag, der relativ resistent ist gegen Flecken und Schmutz und der noch robuster ist als Kokos oder Sisal. Meist wird das Material mit einem Fleckenschutz präpariert im Handel angeboten. Vor dem Verlegen müssen sich Seegrasbodenbeläge mindestens 48 Stunden ausdehnen, danach können sie mit Klebeband oder auf einer Unterlage fest fixiert werden.

Zur Pflege muss Seegras regelmäßig abgesaugt werden, bei stärkeren Verschmutzungen sollte es mit einer festen Bürste in trockenem Zustand bearbeitet werden. Wegen seiner porösen Oberfläche sollten Verunreinigungen insbesondere Flüssigkeiten sofort nach der Verursachung entfernt werden.

Bildnachweis: Institut für Holz- und Papiertechnik der TU Dresden (1); Teppichkontor, Berlin (2,3)