Sanierung vollflächig geklebter Parkettfußböden

Wenn Parkettböden Nutzungsspuren wie Kratzer, Flecken, Dellen, Verfärbungen oder Laufspuren aufweisen, lässt sich ihr ursprüngliches Aussehen mit einem sauberen Schliff und einer neuen Oberflächenbehandlung wieder herstellen. Vor einer Renovierung müssen die Schäden bestimmt werden:

  • Welche Verformungen und Verfärbungen sind eingetreten?
  • Sind Risse entstanden?
  • Um welche Beschichtung handelt es sich?
  • Wie dick ist die Nutzschicht?
Je nach Ausmaß können die Schäden mit einem leichten Anschleifen beseitigt werden. Bei umfassenden Schäden ist jedoch ein vollständiges Abschleifen des Parkettbodens bis auf das rohe Holz unumgänglich. Anschließend wird eine neue Lackierung aufgetragen. Bei jeder Sanierung muss die Holzstärke über der Feder berücksichtigt werden - diese kann zwischen 2,5 und 6 mm schwanken. Um ein Durchschleifen der Deckschicht bei Fertigparkett zu vermeiden, wird zuvor am Rand oder einer wenig sichtbaren Stelle eine Probe entnommen. Nach Herstellerangaben lässt sich auch ein Parkett mit einer 4 mm starken obersten Lage zwei- bis dreimal abschleifen.

Vollflächig geklebte Fertigparkettelemente lassen sich zudem einzeln an der Schadensstelle ersetzen. Mosaik- und Massivparkett ohne Nut- und Federverbindung kann 6 - 10 mm dick sein. Mehrfach abgeschliffen und neu versiegelt ist massives, geklebtes Parkett somit über Generationen hinweg in Gebrauch.

Bildnachweis:
Initiative pik - Parkett im Klebeverbund, Stuttgart