Quellluftböden: Arten und Funktionsweise

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Quellluftböden – in der Praxis auch häufig als Klimaböden bezeichnet – weisen gegenwärtig einen stark wachsenden Markt auf. Besonders im Zusammenhang mit dem nachhaltigen Bauen gewinnen sie immer mehr an Bedeutung. Neben den vergleichsweise geringen Herstellungskosten ermöglichen Quellluftböden ohne aufwändige Deckenkonstruktion eine effektive Heizleistung. Sie haben den Vorteil, dass über die gesamte Fußbodenfläche klimatisierte Luft in den darüber befindlichen Raum weitergeleitet werden kann - also ein effektives Heizen von unten nach oben.

Zwei unterschiedliche Systeme für die Herstellung von Quellluftböden:

  • Betonkernaktivierung
    Bei diesem System werden die Installationen für die Fußbodenkühlung und Fußbodenheizung in der Betondecke bzw. Betonplatte berücksichtigt, die klimatisierte Luft führenden Leitungen verlaufen im Beton (siehe Abbildung 1).

  • Doppelbodenkonstruktionen
    Bei diesem System werden Klimaböden als so genannte „Doppelbodenkonstruktionen“ eingebaut und mit entsprechenden Loch-/ Schlitzplatten (siehe Abbildung 2) aus Metall bzw. gelochten mineralischen Doppelbodenplatten (siehe Abbildung 3) ausgestattet. Die klimatisierte Luft wird über Taschenfilteranlagen gereinigt und anschließend über die Hohlräume der Doppelbodenkonstruktion und die Öffnungen der Loch-/Schlitzplatten in die Raumluft geleitet.
Bei beiden Systemen ist es möglich, über die Quellluftböden klimatisierte Luft in die darüber befindlichen Räume zu leiten und somit für ein großflächiges und gleichmäßiges Klima zu sorgen.

Quelle: Institut für Fußbodenbau, Torsten Grotjohann, Overath
Bildnachweis: Carpet Concept, Peter Schwarzmann, Bielefeld