Pflanzliche Fasern: Jute
Jute ist eine etwa eineinhalb bis zwei Meter lange Bastfaser aus den Stängeln der Corchorus-Pflanzen, ihr Farbton ist weißlich bis goldgelb, dabei stark seidenartig glänzend. An der Luft und besonders bei Einwirkung von Feuchtigkeit werden sie dunkler, bisweilen tiefbraun. Jutfasern sind geschmeidig und neigen dazu, sich auszufasern. Die Gewinnung erfolgt durch Rösten, Waschen und Trocknen. Durch ihre hohe Dehnfestigkeit mit niedriger Dehnbarkeit und Härte eignen sich Jutefasern besonders für die Herstellung grober, fester und widerstandsfähiger Garne und Gewebe.
Jutefasern lassen sich gut bleichen und färben, sind aber sehr empfindlich gegen Chlor und Mineralsäuren. Bei den für Teppichböden verwendeten gesponnenen Garnen handelt es sich um spezielle Farbmelangen als 3-fach-Zwirn von höchster Drehung. Ähnlich wie bei Kokos und Sisal sind auch hier Farbabweichungen verschiedener Partien möglich. Jutefasern sind vollständig biologisch abbaubar, allerdings sehr fäulnisanfällig und riechen streng.
Bildnachweis: Wikipedia/Luigi Chiesa (1,2); Grüne Erde, Scharstein/A (3)

