Arten von Natursteinen

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Es spricht viel dafür, mit Naturstein zu bauen: Naturstein ist ökologisch und enthält keinerlei gesundheitsgefährdende Schadstoffe. Seine ursprüngliche Herstellung erfordert heute keine Energie mehr und nahezu überall auf der Welt kann mit dem ortsüblichen Naturstein gebaut werden. Seine physikalischen Eigenschaften sind der Anzahl von Steinsorten entsprechend breit aufgestellt, es gibt für nahezu jede Anforderung an einen Baustoff auch den geeigneten Naturstein. Er ist unbrennbar und benötigt weder Imprägnierungen noch Beschichtungen oder Schutzanstriche. Auch der Einwand, Naturstein sei teuer, wird durch seine lange Lebensdauer, die geringen Wartungskosten und eine deutliche Tendenz am Markt zu kostengünstigeren Angeboten, entkräftet.

Steine sind aber auch ästhetisch ansprechend, jeder Einzelne ist ein Unikat. Es gibt so viele unterschiedlichen Farben, Strukturen und Oberflächen, dass Architekten oft in Entscheidungsnot geraten.  Deshalb sollten die grundsätzlichen Unterscheidungsmerkmale, die Entstehungsprozesse, physikalische Eigenschaften, Anwendungsbeispiele und Ausführungsvarianten bekannt sein.

Natursteine werden anhand ihres Alters und der Art ihrer Entstehung in drei Kategorien eingeordnet:

  • Magmatite (auch magmatisches Gestein genannt) wie Granit gehört zu den Erstarrungsgesteinen, sie bilden die älteste Gruppe der Natursteine und sind zum Beispiel aus flüssiger Lava entstanden. Magmatisches Gestein gilt als besonders hart und dicht. Der bis heute älteste Granitstein wurde in einem Meteoriten gefunden, er ist vor 4,53 Milliarden Jahre entstanden.

  • Sedimente oder Sedimentgestein wie Kalkstein und Sandstein stammt aus einer jüngeren geologischen Entstehungszeit und hat sich aus Ablagerungen an Land oder auch im Wasser gebildet. Sedimentgestein ist deutlich weicher als Magmatit. Das Alter der deutschen Kalksteinlagerstätten reicht allerdings auch bis zu 600 Millionen Jahre zurück.

  • Metamorphes Gestein wie Schiefer oder auch Marmor umfasst die Steinarten, die aus Sedimentgestein bestehen und danach noch einen Umwandlungsprozess durchlaufen haben. Sie sind z. B. durch intensiven Druck oder große Hitze während der Bildung von Gebirgszügen entstanden. Diese Gesteinsarten gehören der jüngsten geologischen Epoche an. Schiefer entstand vor ca. 350 bis 400 Millionen Jahren.

Bildnachweis: Fotograf: Walter J. Pilsak, Waldsassen (1); Michael J. Zirbes. Gießen (2); Steffen Heinz, Kesternich (3)