Ökobilanz von Linoleum

Bei den Rohstoffen für Linoleum handelt es sich fast ausschließlich um natürliche Materialien. Leinöle, Harze und Jute wachsen innerhalb von wenigen Jahren nach, Kalkstein (Kreide) ist weltweit in überreichen Mengen vorhanden. Bei der Gewinnung und Verwertung der einzelnen Grundstoffe wird möglichst ressourcenschonend vorgegangen; es entsteht kaum Abfall und nichts wird weggeworfen.

Produktionsreste, die bei der Korkverarbeitung anfallen, können nahezu ohne Rückstände bei der Linoleumherstellung weiter verwendet werden. Die restlichen Produktionsabfälle werden nach Farben sortiert, zerkleinert und fein gemahlen. Das Ergebnis ist Linoleummehl, das quasi als Rohstoff in der Produktion verwendet wird. Dieses Material fördert die Ebenheit sowie die Geschmeidigkeit des fertigen Linoleums. Ein übergreifendes Recycling-System ist allerdings noch nicht installiert. Aus diesem Grunde werden alte Linoleumbeläge meist noch deponiert oder verbrannt. Auf der Deponie verrottet Linoleum problem- und restlos. Die Dauer des Prozesses hängt vom Zerkleinerungsgrad des Produktes, der Art der Deponie und ihrem Innenleben ab.

Prof. Manfred Hegger und sein Team von der TU Darmstadt führte für DLW Flooring eine Ökobilanz nach DIN EN ISO 14040-43 durch. Das Ergebnis ist positiv; je nach Farbton und Mehlanteil wachsen 70 bis 80% der Rohstoffe nach. Da einzelne Bestandteile der Biosphäre entnommen sind, hat die Umwelt auch mit dem fertigen Produkt vergleichsweise wenig Probleme.