Einsatzbereiche und Eigenschaften von Korkbelägen

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Die Nachhaltigkeit von Baustoffen beeinflusst immer mehr ihren Beliebtheitsgrad. Die positiven Eigenschaften von Materialien, die aus natürlichen Ressourcen gewonnen werden können, sind oft ein entscheidendes Kriterium für Bauherren. Das gilt besonders für die Gestaltung von Boden- und Wandbelägen mit naturbelassenen Materialien wie Kork. Dieser Naturbaustoff wird vor allem deshalb eingesetzt, weil er viele bauphysikalische, ökologische und nachhaltige Eigenschaften miteinander vereinbaren kann: Er ist lärm- und schalldämmend, hygienisch, strapazierfähig, sehr trittelastisch, pflegeleicht und einfach zu verlegen, dazu erzeugt er eine behagliche - schadstoffunbelastete - Wohnatmosphäre und ist als nachwachsendes Naturprodukt problemlos recycelbar.

Kork kommt in allen Wohnräumen, Schlafzimmern und inzwischen auch in Küchen, Bädern und Erschließungsbereichen als Bodenbelag zur Ausführung. In Feuchträumen sollte er allerdings nicht unbehandelt verlegt werden.

Kork als Bodenbelag gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Ein Naturkorkboden besteht aus reinem Kork, enthält keine Kunstharze als Bindemittel, ist nicht furniert und erhält keine fabrikmäßigen Farbbeschichtungen oder Versiegelungen. Naturkorkboden wird nur gewachst, es gilt als rutschfest, elastisch, trittschalldämmend, hygienisch und sehr widerstandsfähig. Außerdem ist er fußwarm und wird dadurch als sehr angenehm empfunden. Der Bauherr/Modernisierer kann grundsätzlich bei Korkböden zwischen den Behandlungen naturbelassenen, geölt, gewachst, eingefärbt, versiegelt oder transparent wählen. Auch das Design hat sich durch eine Vielzahl von neuen Verfahren rasant weiterentwickelt. Steine und Fliesen gelten im Vergleich zu Kork als kalt, Laminat als hart und Holz als zu unelastisch, Kork bleibt von extremen Umwelteinflüssen und ökologischen Bedenken weitgehend verschont.

Anforderungen an Kork-Bodenbeläge sind in der DIN EN 12104 Elastische Bodenbeläge - Presskorkplatten - Spezifikation definiert. Die Vorbereitungen der Untergründe, die Maßtoleranzen und das Verlegen von Presskorkplatten sind entsprechend der DIN 18365 Bodenbelagsarbeiten vorzunehmen. Als Besonderheit sind hier die Oberflächenbehandlung, die Dicke und das Format anzuführen.

Bildnachweis: Deutscher Kork-Verband, Bielefeld (1 - 3)