Bodenmuster mit Rasengittersteinen
Ökologie trifft Design
Sickerfähige Bodenbeläge zur Befestigung von Wegen oder Einfahrten leiten das Regenwasser ganz ohne aufwendige Entwässerungsmaßnahmen direkt in den Boden und vermeiden die Flächenversiegelung. In den letzten Jahren erfreuen sich sowohl Beläge, die das Wasser durch ihre poröse Struktur versickern lassen, als auch Rasengittersteine, die das Wasser über Fugen oder integrierte Rasen-, Erd- oder Splittschichten ableiten, einer wachsenden Beliebtheit, die vielerorts auch von Behördenseite gefördert wird.
Gemeinsam mit den Gestaltern vom Atelier Oï aus La Neuveville hat das Schweizer Unternehmen Creabeton nach neuen Ideen für Rasengittersteine gesucht. Im Vordergrund standen ein originelles, aber schlichtes Design, das Spiel mit organischen Formen und die gelungene Verbindung von Rasen mit dem Material Beton. Das Ergebnis ist Lunix, ein System aus Rasensteinen in Form ineinander übergehender Kreise, das vom schwäbischen Süßgebäck Wibele inspiriert zu sein scheint. Es besteht aus vier identisch großen, rechteckigen Steinen mit unterschiedlich angeordneten Punkten an der Oberseite. Sie ermöglichen die Verlegung wiederkehrender oder auch zufälliger Muster. Ergänzend werden Füllsteine zur Errichtung von Gehwegen, aber auch zur Gestaltung von Mustern im Mosaikstil angeboten.
Lunix kann mit Rasen, Kies oder Füllsteinen kombiniert werden. Der maximale Rasenanteil beträgt 57%. Damit der Rasen auch bei trockenem Wetter gut wachsen kann, ist der Fugenanteil mit 39,5% ebenfalls recht groß. Geliefert werden die Steine auf Paletten mit vier unterschiedlichen Typen pro Lage, was ein maschinelles Verlegen des Musters ermöglicht. Zur Begrünung wird das von der Firma Eric Schweizer entwickelte Samengut Gittersteinrasen empfohlen.
Hersteller: Creabeton Materiaux, Lyss/CH und Betonwerk Godelmann, Högling
Surftipps
www.baunetzwissen.de/Nachhaltig Bauen > Regenwassernutzung
www.wikipedia.org/ > Wibele

