Zusammensetzung des Betons

Beton wird aus den Ausgangsstoffen Zement, Wasser und Gesteinskörnungen hergestellt. Weiterhin können Zusatzmittel und Zusatzstoffe hinzugefügt werden. Die Rohstoffe stammen meist aus der Region der Betonwerke, wodurch ein fertiger Beton bereits durch seine Farbe oder Beschaffenheit geprägt sein kann.

Zement
Zement ist in der Betonherstellung ein unverzichtbarer Bestandteil. Die wichtigsten Zemente sind in der DIN EN 197-1 Zement - Teil 1: Zusammensetzung, Anforderungen und Konformitätskriterien von Normalzement genormt. Es werden fünf Hauptarten von Zement unterschieden:

  • CEM I: Portlandzement - Hauptbestandteil des Portlandzements ist feingemahlener Portlandzementklinker
  • CEM II: Portlandkompositzement - Zusammensetzung aus verschiedenen Hauptbestandteilen, die jeweils durch Angaben der Kennbuchstaben in der Zementbezeichnung zu erkennen sind. Je nach Zugabemenge der Hauptbestandteile werden einige Portlandkompositzemente in die Gruppen A und B eingeteilt
  • CEM III: Hochofenzement - Hauptbestandteile sind Portlandzementklinker und Hüttensand
  • CEM IV Puzzolanzement
  • CEM V Kompositzement

Ein schönes Erklärvideo von Heidelbercement zeigt Schritt für Schritt, wie Zement hergestellt wird (siehe unten).

Gesteinskörnungen
Gesteinskörnungen für Normal- und Schwerbeton müssen der DIN EN 12620 Gesteinskörnungen für Beton entsprechen. Sie sind ein Gemenge oder Haufwerk von ungebrochenen oder gebrochenen Körnern, aus natürlichen oder künstlichen mineralischen Stoffen, die durch das Bindemittel Zement zu Beton verkittet werden. Ihre Qualität hat großen Einfluss auf den Beton. Sie nehmen im Mittel etwa 70% des Betonvolumens ein und bilden somit mengenmäßig den Hauptbestandteil des Betons.

Gesteinskörnungen können von Natur aus bereits in einer für die Betonherstellung geeigneten Form vorliegen. Falls erforderlich wird er durch mechanische Prozesse, wie Zerkleinern, Sieben, Waschen, aufbereitet. Verschiedentlich wird er auch aus natürlich vorkommenden Stoffen oder aus Neben- bzw. Abfallprodukten bestimmter industrieller Prozesse künstlich hergestellt. Für Gesteinskörnungen ist ein Größtkorn von 16 mm oder 32 mm üblich.

Gerade für moderne Sichtbetone und anspruchsvolle Betonwaren hat die Wahl der Gesteinskörnung eine ganz besondere Bedeutung. Der Trend geht zu immer feinkörnigeren Betonen. Geeignet sind alle Stoffe, die eine für den jeweiligen Verwendungszweck des Betons ausreichende Kornfestigkeit aufweisen, die Erhärtung des Zementes nicht stören, einen ausreichenden Haftverbund mit dem Zementstein ergeben und die Beständigkeit des Betons nicht beeinträchtigen.

  • Einteilung von Gesteinskörnungen
    Die Einteilung der Gesteinkörnung erfolgt nach Herkunft, Gefüge, Kornrohdichte, Kornform und Korngröße

  • Anforderungen an Gesteinkörnungen
    Diese beziehen sich auf die Dauerhaftigkeit, die geometrischen, chemischen und physikalisch/mechanischen Eigenschaften von Gesteinskörnungen. Das sind u.a. die Korngruppe, Kornzusammensetzung, Kornform, Festigkeit, Widerstand gegen Frost und Frost-Taumitteleinwirkung und schädliche Bestandteile