Wasserzementwert
Der Wasserzementwert definiert das Verhältnis von Wasser zu Zement, im Zementleim des Frischbetons:
w/z = Gewicht des Wassers / Gewicht des Zements.
Der Zementleim umhüllt die Gesteinskörner, füllt die Hohlräume und macht den Frischbeton verarbeitbar. Durch das Erhärten des Zementleims entsteht Zementstein. Die Beschaffenheit des Zementsteins ist maßgebend für den Festbeton. Die Festigkeit des Zementsteins ist abhängig von der Zementfestigkeit und dem Verhältnis von Wasservolumen zu Zementvolumen.
Die DIN 1045-2 Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton - Teil 2: Beton - Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität - Anwendungsregeln zu DIN EN 206-1 setzt obere Grenzwerte für den Wasserzementwert des Frischbetons fest. Zum Erhärten, d.h. zur vollständigen Hydratation ist ein w/z-Wert von ca. 0,40 notwendig, das sind 40% Wasser seiner Masse. Wird mehr Wasser zugesetzt kann der Zement das Wasser nicht binden, es tritt als Überschusswasser in Erscheinung. In den Kapillarporen nimmt das überschüssige Wasser Raum ein und verdunstet. Durch den Kapillarporenraum wird die Qualität des Zementsteins verschlechtert.
