Verbundankersysteme

Bildergalerie | 1 | 2 | 3 |

Bei Sandwichplatten werden Ankersysteme zur Befestigung der Vorsatzschale an die Tragschale eingebaut. Es entsteht ein Verbund der Schichten mit der Bewehrung.

Flachanker
Der Flachanker besteht aus einem geraden Blech aus nicht rostendem Stahl. Zur Verankerung im Beton hat er an den Blechenden Löcher. Durch diese Löcher werden die Verankerungsstäbe eingeführt.

Verbundnadel
Die Verbundnadeln dienen zum Vernähen der Vorsatzschicht mit der Tragschicht. Die Anordnung erfolgt in einem quadratischen Raster. Sie werden auch gegen die Verdrehung der Vorsatzschale eingesetzt.

Manschetten-Verbundanker
Die rohrförmigen Manschetten werden aus nichtrostendem Stahl gefertigt. In die Löcher am Ende der Manschette werden die Bewehrungsstäbe eingeführt. Darüber hinaus sorgen sie für eine gute Haftung im Beton. Der Durchmesser ergibt sich aus dem Gewicht der Vorsatzschale.

Bei vorgehängten Fassadenplatten werden die Ankersysteme bereits im Werk an die Fertigteile einbetoniert. Die Befestigung an die Ortbetonkonstruktion erfolgt durch das Einsetzen von Dübeln oder mittels Einbetonieren geeigneter Befestigunglaschen oder Ankerschienen. Die vorgehängte Fassade muss mit dem tragenden Bauteil detailliert geplant werden.

Kunststoff-Verbundanker
Die Verbundanker bestehen in der Regel aus einem Faserbundwerkstoff, der sich aus zusammenhängenden Glasfasern und einem Vinylester Polymer zusammensetzt. Durch die im Vergleich zu Stahlankern geringere Wärmeleitfähikeit verhindert der Faserverbundstoff Wärmebrücken in den Stahlbeton-Sandwichelementen.

Ein einzelner Verbundanker kann bis zu 1.100 kg Beton tragen. Durch Kerben in der flexiblen Oberläche, die eine Kerbwirkung in den Betonwandtafeln erzeugt, erfolgt der Zusammenhalt der Schalen. Üblicherweise werden die Anker durch vorgebohrte Löcher nach einem regelmäßigen Verlegeraster gesetzt.

Bildnachweis: Halfen Deha, Dällikon/CH (1,2); Construction Systems Marketing Bensheim (3)