Luftdichtheit
Luftdichtheit bezeichnet die Dichtheit der Gebäudehülle gegen unkontrollierte Konvektion. Diese wird verhindert über die Vermeidung von Wärmebrücken und eine Luftdichtungsebene auf der inneren Seite der Umschließungsflächen.
Bewegungen der Luft gibt es zu jeder Zeit im und um das Haus: innerhalb des Gebäudes, von außen nach innen und umgekehrt, je nach Jahreszeit und Wetter mehr oder weniger stark ausgeprägt. Temperatur- und Druckunterschiede führen zu einem Austausch von Raumluft und Außenluft durch Fugen der Gebäudehülle. Im unteren Teil strömt kältere Außenluft nach innen, während oben erwärmte Raumluft nach außen entweicht. Bereits geringe Windgeschwindigkeiten verursachen einen beachtlichen Druck: bei 15km/h (Windstärke 3) ca. 12 Pascal (1 Pascal = 1 kp/m²), bei 30 km/h (Windstärke 5) ca. 50 Pascal.
Die Folgen der Undichtheit sind:
- erhöhter Wärmeverlust
- erhöhte Feuchtebelastung innerhalb der Konstruktion
- verringerter sommerlicher Wärmeschutz
- verringerter Schallschutz
Typische Leckagen befinden sich an sichtbaren, durch die Giebelwände geführte Dachtragwerken, an Installationen in Dach- und Außenwandflächen und an Stellen, die nach dem Ausbau nicht mehr sichtbar sind, also z.B. an Vorwandinstallationen im Sanitärbereich, oberhalb von abgehängten Decken und im Estrichbereich.
