Bauteildicke und Fugenausbildung
Die Bauteildicke richtet sich nach den statischen Erfordernissen. Bei Beanspruchung durch Druckwasser haben sich für Sohlplatten eine Dicke von 25 cm, für Stahlbetonwände 30 cm bewährt. Bei der Planung sollten komplizierte Ecklösungen und Verwinkelungen vermieden werden, da durch einspringende Ecken die Gefahr der Rissbildung verstärkt und unkontrollierbar wird. Eine detaillierte Planung ist notwendig bei:
Durchdringungen
Sind Durchdringungen in Form von Schalungsankern oder Rohren notwendig, dürfen diese nur rechtwinklig erfolgen. Für Rohrdurchführungen eignen sich Mantelrohre oder Kernbohrungen mit Dichteinsatz bzw. Flanschrohre mit Dichtflansch.
Bewegungsfugen
Bewegungsfugen gleichen unterschiedliche Setzungen und Temperaturunterschiede aus. Sie sollten jedoch vermieden werden. Die Abdichtung erfolgt mit Dehnfugenbändern mit einem Mittelschlauch.
Scheinfugen
Scheinfugen werden in Form einer Kerbe dort vorgesehen, wo im jungen Beton voraussichtlich Risse auftreten werden. Die Risse entstehen dann an der beabsichtigten Stelle und sind somit kontrollierbar. Eine solche absichtlich herbeigeführte Schwächung des Querschnitts sollte mindestens 1/3 Bauteilsdicke betragen.
Arbeits- und Betonierfugen
Arbeitsfugen bzw. Betonierfugen entstehen, wenn ein Bauteil für einen einzelnen Betoniervorgang zu groß ist. Die Abdichtung erfolgt über Fugenbänder und Fugenbleche bzw. Injektionen. Im Hinblick auf die gewünschte Wasserundurchlässigkeit ist hier auf eine fachgerechte Ausführung zu achten.
Beim Rütteln des Betons müssen bereits verdichtete Schichten vernadelt werden, d.h. die Rüttelflasche wird nochmals in bereits verdichtete Schichten eingeführt.
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