Ausbessern von Brandschäden

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Betonbauteile, die während eines Brandes im oberflächennahen Bereich z.B. durch Abplatzungen Schäden aufweisen, können oft ohne wesentliche Schwierigkeiten ausgebessert werden. Die pauschale Auffassung, dass Beton nach einem Brand nicht ausgebessert werden sollte, weil heutzutage korrosionsfördernde Stoffe wie etwa Chloride aus der PVC-Verbrennung in großer Menge in den Brandgasen enthalten seien, trifft nicht zu. Erfahrungsgemäß ist die Menge der schädigend wirkenden Bestandteile in den Brandgasen selten so groß, dass eine für die Korrosion der Bewehrung schädliche Konzentration erreicht wird. Außerdem ist das Betongefüge normalerweise so dicht, dass Schadstoffe nicht tief genug eindringen können, um Langzeitschäden zu verursachen.

Mit Erfolg wird bei der Ausbesserung vor allem Spritzbeton eingesetzt. Für die Durchführung von Ausbesserungsarbeiten mit Spritzbeton gilt die Norm DIN 18551 in der auch die Maßgaben für die Bemessung geregelt sind. Die Bildfolge zeigt, wie vom Brand geschädigte Betonbauteile unter Einsatz von Spritzbeton instand gesetzt werden.

Aus betriebsbedingten Gründen wird eine Wiederherstellung oftmals abgelehnt, die jedoch in keinem Zusammenhang mit der technisch guten Machbarkeit einer Ausbesserung steht. Vor allem bei Bränden in Teilbereichen von eingeschossigen Hallen oder mehrgeschossigen Industriegebäuden aus Beton sind Reparaturen wirtschaftlich, weil Betriebsunterbrechungen kurz gehalten werden können und Instandsetzungen meistens kostengünstig sind. Gebäude aus Beton bieten aufgrund des günstigen Brandwiderstandes der Bauteile und Gesamtkonstruktionen in besonderem Maße die notwendigen Voraussetzungen für eine Ausbesserung von Brandschäden. Die Möglichkeit der Instandsetzung nach einem Brand ist auch ein Beitrag zur Nachhaltigkeit des Bauens und zum Umweltschutz.

Quelle: www.beton.org