Mörtel als Betonersatz

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Instandsetzung eines Wasserturms in Ludwigsburg

Einst diente der im Jahr 1935 erbaute Backstein-Wasserturm im schwäbischen Ludwigsburg als keltische Grabstätte. Mittlerweile befinden sich hier keine Fürstengräber mehr, sondern vier gewaltige Trinkwasserhochbehälter aus Beton, die über 10.000 m³ Trinkwasser fassen. Der Turm selbst beherbergt eine Trinkwasserkammer mit rund 2.000 Litern des kostbaren Nasses.

Rund um den Turm, an dem deutlich der Zahn der Zeit nagte, wucherten große Baumgruppen. Diese zerstörten mit ihren Wurzeln im Laufe der Jahre die abdichtende Schicht der Wasserbehälter. Eine Instandsetzung wurde somit unumgänglich. So fällte man entgegen aller Proteste aus der Gemeinde die Bäume und trug über 4.000 m³ Erde ab.

Da der schlechte Zustand des alten Betons eine rein mineralische Instandsetzung nicht mehr zuließ, entschloss man sich für eine Neuerung der äußeren Abdichtung mit Kunststoffbahnen aus flexiblem Polyolefinen und dem Einsatz von kunststoffmodifiziertem Betonersatz zur Reparatur der maroden Bausubstanz.

Nach und nach wurden die einzelnen Kammern geleert und mit Hochdruckstrahlern gereinigt, bevor der gut haftenden, graufarbenen Reparaturmörtel Mono Top-613 auf einer Fläche von rund 6.500 m² eingesetzt wurde. Dieser zementgebundene, kunststoffvergütete Mörtel ist nicht risseanfällig und deshalb besonders für die Anwendung in Trinkwasserbehältern geeignet.

Als Oberflächenschutz folgte eine maschinell verarbeitete Beschichtung mit Top Seal-207, einem besonders langlebigen Dünnschichtmörtel mit hoher Resistenz gegenüber hydrolytischer Korrosion. Abschließend wurden die Kammern zum Schutz vor kalk- und salzaggressiven Angriff mit einer strapazierfähigen, hellblauen Dichtungsbahn abgedichtet. Einer Lagerung von hygienischem Trinkwasser steht nun langfristig nichts mehr im Wege.

Herstellernachweis: Sika Deutschland, Stuttgart