Funkelnder Beton

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Fertigteile aus Hochleistungsbeton mit Lichtpunkten

Als vor einigen Jahren findige Tüftler lichtleitende Glas- und Kunststofffasern mit dem massiven Baustoff Beton kombinierten und damit den Lichtbeton erfanden, war das schon eine kleine Sensation. Und noch immer überrascht das Material mit seinen eigentlich unvereinbaren Eigenschaften Schwere und Transparenz – und noch immer experimentieren Wissenschaftler an neuen Varianten. So wie die junge Firma Siut, ein Startup-Unternehmen der Technischen Universität Berlin. Sie entwickelt Fertigteile aus Hochleistungsbeton, bei denen das Licht seitlich eingespeist und über integrierte Fasern an die Betonoberfläche geleitet wird. Dabei ist die Anordnung der Lichtpunkte frei gestaltbar; mit ihnen lassen sich je nach Wunsch beispielsweise Muster, Logos oder Schriftzüge erzeugen. Diese leuchten dann aus dem Beton heraus, verschwinden aber in ausgeschaltetem Zustand vollständig.

Den Siut Lichtfaserbeton gibt es in vier Betonfarben von Weiß über zwei Grautöne bis Schwarz. Ein neuartiges Herstellungsverfahren verleiht ihm eine porenfreie Oberfläche, die schlag-, kratz- und abriebfest ist. Das Licht stammt von einer handelsüblichen LED, ist einfach zu installieren, zu warten und verbraucht vor allem sehr wenig Strom. Noch gibt es zwar keine Referenzen für den neuen Beton, doch die Renderings des Unternehmens lassen die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten erahnen: Ob als Boden- oder Wandverkleidung, ob innen oder außen, ob als Treppe, Waschtisch, Möbel oder im Ladenbau. Wir sind gespannt.

Hersteller: Siut Lichtfaserbeton, Berlin