Filigrane Fassadenelemente aus Beton
Bewehrung aus glasfaserverstärktem Kunststoff
Neue Kapazitäten schafft ein Erweiterungsgebäude der Schulanlage "Guthirt" im Schweizerischen Zug. Besonderes Merkmal ist seine Fassade aus schlanken Betonelementen. Unter der Prämisse, den im Quartier von der Öffentlichkeit stark genutzten schulischen Außenraum mit seinem Baumbestand so weit wie möglich zu erhalten, entschieden sich die Schweizer Architekten Roefs + Frei für eine bauliche Verdichtung um den bestehenden Pausenplatz. „Verdichtung“ hieß in diesem Fall die Aufstockung des Gebäudes auf bis zu fünf Geschosse.
Die filigrane Fertigteilfassade besteht aus insgesamt 800 vertikalen Betonstützen mit der glasfaserverstärkten Kunststoffbewehrung ComBAR von Schöck. Die 12 x 16 cm dicken und zwischen 3 und 3,50 m hohen Stützen sind auf horizontalen Bändern vor der raumhohen Fassadenverglasung angebracht. Diese schlanken Elemente, die auch zu Zweier- und Vierer-Gruppen geordnet wurden, dienen als Gestaltungsmittel und übernehmen keine statische Funktion, nehmen jedoch Windbelastungen auf und sind der Witterung direkt ausgesetzt.
Bewehrungsstäbe aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) werden als Alternative zu Betonstahl oder Edelstahl eingesetzt. Das Material ist korrosionsbeständig, nicht elektrisch leitend, nicht magnetisch und resistent gegen chemischen Angriff. Festigkeit und Steifigkeit von Faserverbundkunststoffen lassen sich über die Art, Anzahl und Ausrichtung der Glasfaser definieren. Das Produkt eignet sich als Sonderbewehrung für Spezialanwendungen im Brücken-, Straßen- und Hafenbau, bei Fassaden, Industrieböden oder Parkgaragen.
Hersteller: Schöck Bauteile, Baden-Baden
