Cadavre Exquis - Betonskulptur

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Studenten gestalten den Eingangsbereich der Düsseldorfer FH

An der Fachhochschule Düsseldorf haben Studenten den Eingangsbereich mit der Betonskulptur "Cadavre Exquis" neu gestaltet. Unter der Leitung von Oliver Kruse, Professor für Gestaltung an der Peter Behrens School of Architecture, entstand eine ansprechend gestaltete, massive Figur, bestehend aus eckig geformten Elementen, die sich ineinander fügen und quasi die Mauer neben der Eingangstreppe umschlingen.

Dem Betrachter erschließt sich die Bedeutung der Bezeichnung "Cadavre Exquis“ erst aus dem Kontext. Der Titel bezeichnet eine im Surrealismus entwickelte spielerische Gestaltungsmethode, bei der dem Zufall und der Gemeinschaft bei der Entstehung von Bildern eine große Rolle eingeräumt wird. Die surrealistischen Künstler fertigten unterschiedliche Bildabschnitte an in Unkenntnis dessen, was der andere zuvor aufs Papier brachte. Die Einzelteile wurden zusammengefügt und ein gemeinschaftliches Werk entstand. Kruse transferiert diese Methode auf die moderne Architekturpraxis. Ziel des Projektes war es, eine plastische Figur zu schaffen, die gemeinschaftlich geplant, gebaut, ausgestellt und dokumentiert wird.

Bei der Umsetzung des "köstlichen Leichnams" (frz. Cadavre Exquis) war den Studenten die geometrische Grundform sowie das Anschlussdetail der einzelnen Elemente vorgegeben. Unabhängig voneinander entwarfen sie in kleinen Gruppen Figuren, die in Modelle des Maßstabs 1:10 übertragen wurden. Die notwendige Holzschalung wurde anschließend in der eigenen Holzwerkstatt selbst gebaut. Um möglichst flexible Formen herstellen zu können, wurde Beton mit Kunststofffasern verwendet.

Neben der kreativen Zusammenarbeit lag der Reiz bei diesem Projekt an der komplexen Umsetzung von Idee und Material bis zur Fertigung der dafür notwendigen Holzschalung als Zwischenstadium des Herstellungsprozesses. Die Studenten und ihr Professor waren nach dem Ausschalen mit dem Ergebnis sehr zufrieden.