Bänke aus Fotobeton an einem Berliner Gedenkort

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Betonobjekte als Infotafel und Leitsystem

Am 20. Mai 2010 wurde unter Anwesenheit von Zeitzeugen, Historikern und Vertretern des Bezirksamts der Historische Ort Krumpuhler Weg im Berliner Bezirk Reinickendorf eröffnet. Auf dem Gelände befand sich von 1942 bis 1945 ein Zwangsarbeiterlager. 1955 wurde es in eine Gartenarbeitsschule und ein Mädchenerziehungsheim umgewandelt. Heute sind Spuren aller historischen Schichten vorzufinden. Um diese sichtbar zu machen, haben sich zwei Berliner Künstlerinnen, eine engagierte Projektgruppe und die Gemeindeverwaltung zusammengeschlossen und das Denkwerk gegründet, ein Bau- und Gartendenkmal, das über die verschiedenen Zeitabschnitte informiert.

Zu diesem Zweck entwarfen Roswitha Baumeister und Anita Maier ein Portal und zehn Betonbänke, mit denen sie die Geschichte des Ortes, der Menschen und die unwürdigen Bedingungen im Zwangsarbeiterlager Krumpuhler Weg visualisieren wollen. Die Betonobjekte dienen als Gedenkbank, als Infotafel sowie als Leitsystem. Einige laden ein Platz zu nehmen, andere sind gekippt.

Die Gedenkbänke wurden in einem Stück gegossen, unterschiedlich eingefärbt und mit einer Sitzfläche versehen. Anschließend wurden sie im Fotobetonverfahren an zwei, bzw. drei Seiten mit einem Datum, einem kurzen Text sowie einer Illustration versehen. Hergestellt wurden die makellosen Fertigteile von der Firma Müller Altvatter Betonfertigteile.

Entwurf: Roswitha Baumeister und Anita Maier, Berlin; Hersteller Betonfertigteile: Müller-Altvatter, Holzminden; Fotobeton-Folien: Hebau, Sonthofen