Wendeflügelbeschläge

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Wendeflügel drehen um eine senkrechte Drehachse in Flügelmitte. Die Drehachse kann auch um ein Drittel der Fensterbreite außermittig verschoben sein. In der 90° Wendestellung gibt der Flügel nahezu die ganze lichte Öffnungsbreite frei, wobei die Nachteile des Drehflügels mit seitlichen Anschlag vermieden werden: Es treten an den Beschlägen keine waagerechten Zugkräfte auf, die gerade bei größeren Drehflügellasten äußerst massive Beschläge erfordern.

Wendeflügelfenster benötigen folgende Beschläge:

  • Spurlager oben mit Bremsvorrichtung
  • Zapfenlager unten mit Bremsvorrichtung
  • Griff mit Einhandbedienung
  • Arretiervorrichtung, die den Flügel in jeder Stellung festhält
  • Putzverriegelung zur Fixierung des Flügels in der 170° Drehstellung.
Das im unteren Rahmen liegenden Zapfenlager muss i.d.R. die gesamte Flügellast aufnehmen und in den Blendrahmen einleiten können. Der Griff befindet sich meist an einer senkrechten oder an der unteren waagerechten Flügelkante. Er betätigt Rollzapfen an der Falz, die in ein Zapfenbleche am Blendrahmen eingreifen.

Wendeflügelsysteme werden nur noch selten eingesetzt, sie wurden von leistungsfähigen und statisch günstigeren Schiebeflügelsystem abgelöst.