Allgemeines zu Türbeschlägen
Beschläge für Außen- und Innentüren haben die Aufgabe, Türflügel zum Öffnen, Begehen und Schließen beweglich zu gestalten. Dafür sind im Standardbereich Bänder als Drehlager und auf der gegenüberliegenden, vertikalen Rahmenseite Schloss, Zubehör und Schließblech angeordnet. Für weitere Einsatzbereiche werden, entsprechend den Anforderungen und Ansprüchen, Spezialbeschläge eingesetzt. Diese unterliegen einer ständigen Weiterentwicklung mit dem Ziel, Türen für eine komfortable, sichere Nutzung herzustellen. Türen, einerlei welcher Nutzungsart, bestehen grundsätzlich aus dem statisch in der Maueröffnung verankerten Türrahmen, auch Blendrahmen, Blockrahmen oder Futter genannt, und aus dem dynamisch beanspruchten, beweglichen Flügel (auch Türblatt genannt).
Bei der Planung von Türen werden die Funktionen, die konstruktiven, ausführungstechnischen Lösungen bis in die Produktion hinein von gestalterischen Vorstellungen und Wünschen begleitet. Innerhalb der gestalteten Türfläche sind auch die Beschläge, Schlösser und das Zubehör ein mehr oder weniger sichtbarer Bestandteil.
Früher waren die geschmiedeten Beschlagarbeiten eine eigene Kunst. Vorwiegend in alten Bauten zeugt schmiedeeisernes Zierrat von der Beschlagkunst früherer Epochen. Die Befestigung von Drehlagern (Bändern und Bandkegeln) wurde zum Beispiel über den Funktionsbeschlag hinaus mit Schmiedeeisen und Stilornamenten gestaltet. Der Funktionalismus der 1930er Jahre prägt das Bild heutiger Türen und Beschläge. Bei ihnen sind die Funktionsbeschläge weitgehend in den Türkonstruktionen unsichtbar eingebaut.