Aluminium

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Aluminium gehört zur Gruppe der Leichtmetalle und hat im Laufe der Jahre zahlreiche Einsatzbereiche von Stahl und Guss übernommen. Türdrücker zum Beispiel werden mittlerweile zu 90% aus Aluminium hergestellt. Wichtig für die Herstellung von Qualitätsbeschlägen aus Aluminium ist die Verwendung von leistungsfähigem Material. Als Grundstoff für dekorative Oberflächen eignet sich beispielsweise die Hüttenlegierung GK Al Mg 3. Für Griffe, Drücker und Zubehör kommen Gusslegierungen mit geringen Anteilen an Magnesium bzw. Silizium zum Einsatz. Funktionselemente wie Schieberstangen und Eckumlenkungen an Fensterbeschlägen werden aus stranggepressten Knetlegierungen gefertigt, da diese höhere Festigkeiten aufweisen.

Drücker und weitere sichtbare Beschlagteile wie Griffe, Oliven, Stoßplatten, Rosetten und Schilde werden nach dem Gießen bzw. der spanenden Formgebung eloxiert. Anodische Oxidation (Eloxal) macht das Grundmaterial durch die transparente, ca. 10 µm dicke Deckschicht widerstandsfähig gegen Einflüsse aller Art. Die sich natürlich bildende Aluminiumoxidschicht wäre zu dünn und zu weich für intensiv beanspruchte Beschlagteile. Gerade der leicht saure Handschweiß und die häufige Benutzung in öffentlichen Gebäuden erfordern eine robuste Oberfläche. Nach dem Einfärben erfolgt das sogenannte Verdichten der Oberfläche, das sowohl die Korrosionsbeständigkeit als auch die Licht- und Wetterbeständigkeit der Färbung verbessert. Als Farbtöne sind beim Eloxieren grundsätzlich alle „Metallic-Farbtöne” möglich.

Wenn gestalterische Erwägungen es erfordern, lässt sich die nach dem Eloxieren ursprünglich silberweiße Oberfläche einfärben. Dazu sind zwei Verfahren üblich:

  • Färbung an der Oberfläche und im mittleren Bereich der Oxidschicht durch Tauchen, auch Absorbtionsverfahren genannt. Dabei wird die Oberfläche chemisch in organischen und anorganischen Farbstoffen eingefärbt. Der Lichtechtheitswert liegt bei 6 bis 7.
  • Färbung bis zum Grund der Poren der Oxidschicht. Dabei werden gelöste Metalle elektrolytisch unter Verwendung von Wechselstrom in die ursprünglich silberweiße Oxidschicht eingelagert. Dieses als „Zwei-Stufen-Verfahren“ bezeichnete Einfärben ergibt Lichtechtheitswerte von 7 bis 8 und ist dauerhafter als das erste Verfahren.
Eine Alternative zum Eloxieren ist das Lackieren. Nach DIN 18255 Baubeschläge - Türdrücker, Türschilder und Türrosetten - Begriffe, Maße, Anforderungen, Kennzeichnung muss der Lacküberzug eine Dicke von mindestens 10 µm aufweisen. Auch hier sind verschiedene Farbtöne möglich, allerdings ist das Lackieren im Außenbereich wegen der Witterungseinflüsse auf den Beschlag nicht zu empfehlen.

Verdeckt liegende Funktionsbauteile von Beschlägen, z.B. in Drehkippfenstern, bedürfen keiner Oberflächenfärbung. Sie werden pressblank verwendet. Der Korrosionsschutz durch die natürliche dichte Aluminiumoxidschicht ist ausreichend.