Ob Türgriff, Scharnier oder Fensterolive – Beschläge sind
täglich beanspruchte Bauteile, die funktionale wie gestalterische
Aufgaben übernehmen. Ihre Oberflächen spielen dabei eine zentrale
Rolle: Sie schützen das Grundmaterial vor Korrosion,
Abnutzung und Umwelteinflüssen – und beeinflussen zugleich die
Wirkung im Raum. Je nach Einsatzort, Beanspruchung und
Designanspruch kommen unterschiedliche Veredelungsverfahren zum
Einsatz.
Galerie
Beschlagsoberflächen schützen das Grundmaterial vor Korrosion, Abnutzung und Umwelteinflüssen – und beeinflussen zugleich die Wirkung im Raum. Im Bild: Randi 1074.80 PVD behandelt
Bild: Randi by Eco Schulte, Menden
01|09
Je nach Einsatzort, Beanspruchung und Designanspruch kommen unterschiedliche Veredelungsverfahren zum Einsatz. Im Bild: Türschließer mit PVD-Beschichtung
Bild: Eco Schulte, Menden
02|09
Veredelungs- und Oberflächenmuster
Bild: Eco Schulte, Menden
03|09
Türdrücker in Edelstahl matt
Bild: Eco Schulte, Menden
04|09
Türdrücker in Edelstahl (aus der Serie Clavis)
Bild: Randi by Eco Schulte, Menden
05|09
Stoßgriffe aus mattem und poliertem Edelstahl
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
06|09
Türstoßgriff aus Messing
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
07|09
Türdrücker aus Messing (Designserie Komé)
Bild: Randi by Eco Schulte, Menden
08|09
Kunststoffbbeschichteter Türdrücker im Außenbereich
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
09|09
Edelstahl
Matte Edelstahloberflächen entstehen durch mechanische
Schleifverfahren, üblicherweise im Nass- oder Trockenschliff. Der
Nassschliff erzeugt eine Oberfläche mit höherem Reflexionsgrad und
geringerer Rauheit, während der Trockenschliff eine gleichmäßig
seidenmatte Wirkung erzielt. Neben der Art des Verfahrens
beeinflusst auch die Körnung des Schleifbands oder der verwendeten
Bürsten das Erscheinungsbild. Besonders feine Schleifbänder und
Bürsten erzeugen glatte, gleichmäßige und damit schmutzabweisende
Oberflächen. Polierte Edelstahloberflächen werden mechanisch mit
weichen Textilien und speziellen Polituren hergestellt. Sie
glänzen, spiegeln und verfügen über keine erkennbare Textur.
Zirkoniumbeschichtete Edelstahloberflächen werden mithilfe des
sogenannten PVD-Verfahrens (Physical Vapour Deposition) erzeugt.
Dabei werden Metalle wie Titan oder Zirkonium in einer Vakuumkammer
verdampft und zusammen mit Gasen auf die Edelstahloberfläche
aufgebracht. So entsteht eine extrem dünne, farbige Schicht, die
nicht nur dekorative, sondern auch funktionale Eigenschaften
besitzt – sie ist besonders hart, abriebfest und
korrosionsbeständig. Farblich variieren PVD-Beschichtungen je nach
Zusammensetzung, bei Tür- und Fensterbeschlägen dominiert häufig
ein warmer Goldton. Die Oberfläche ist meistens poliert und wird
besonders bei Türgriffen in Kombination mit mattem Edelstahl
verwendet.
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Beschlagsoberflächen schützen das Grundmaterial vor Korrosion, Abnutzung und Umwelteinflüssen – und beeinflussen zugleich die Wirkung im Raum. Im Bild: Randi 1074.80 PVD behandelt
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Je nach Einsatzort, Beanspruchung und Designanspruch kommen unterschiedliche Veredelungsverfahren zum Einsatz. Im Bild: Türschließer mit PVD-Beschichtung
Bild: Eco Schulte, Menden
02|09
Veredelungs- und Oberflächenmuster
Bild: Eco Schulte, Menden
03|09
Türdrücker in Edelstahl matt
Bild: Eco Schulte, Menden
04|09
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Bild: Randi by Eco Schulte, Menden
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Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
09|09
Aluminium
Naturfarbige Aluminiumoberflächen zeichnen sich durch eine
matte, silbrig-weiße Erscheinung aus. Diese entsteht durch das
Eloxieren, das die Oberfläche des Materials chemisch behandelt und
dadurch härter sowie korrosionsbeständiger macht. Das eloxierte
Aluminium hat eine poröse Oberfläche. Taucht man
den Werkstoff vor der Versiegelung in ein Färbemittel, entstehen
farbige Aluminiumoberflächen. Möglich ist auch, das Aluminium mit
einer Lackschicht zu versehen.
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Beschlagsoberflächen schützen das Grundmaterial vor Korrosion, Abnutzung und Umwelteinflüssen – und beeinflussen zugleich die Wirkung im Raum. Im Bild: Randi 1074.80 PVD behandelt
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Je nach Einsatzort, Beanspruchung und Designanspruch kommen unterschiedliche Veredelungsverfahren zum Einsatz. Im Bild: Türschließer mit PVD-Beschichtung
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Türdrücker in Edelstahl matt
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Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
09|09
Messing
Polierte Messingoberflächen sind spiegelblank und besitzen einen
goldgelben Glanz. Durch Oxidation bildet sich mit der Zeit eine
dunkle Patina auf der glänzenden Oberfläche, die sich aber durch
eine Schutzlackierung oder regelmäßiges Polieren vermeiden lässt.
Bei den sogenannten antiken Messingoberflächen wird die
dunkle, durch Oxidation hervorgerufene Färbung kontrolliert
hergestellt, indem man den Werkstoff in eine Brünierlösung taucht.
Dadurch entsteht eine schwache Schutzschicht, die das Material
gegen Korrosion schützt, ihm aber auch durch die schwarze Färbung
sein „antikes“ Aussehen verleiht.
Vernickeltes Messing ist von einer Schutzschicht aus Nickel
umhüllt, die eine gute Beständigkeit gegen Luft, Wasser, verdünnte
Säuren und die meisten Laugen bietet. Die Oberfläche des Materials
besitzt eine silbrig helle Farbe mit einer leicht gelblichen
Tönung. Gegen Anlaufen, also dunkle Verfärbungen, ist Nickel nicht
beständig. Auch verchromte Oberflächen sind bei Messing üblich.
Genau wie vernickelte Oberflächen werden sie matt und poliert
angeboten.
Polyamid
Mit Polyamid beschichtete Beschläge sind in RAL
Farben durchgehend eingefärbt und besitzen eine glatte,
gleichmäßige Oberfläche. Polyamid zeichnet sich durch hohe
Abriebfestigkeit, gute Witterungsbeständigkeit sowie
Chemikalienresistenz aus. Dadurch eignen sich Polyamid-beschichtete
Beschläge besonders für den Einsatz im Innen- und Außenbereich, da
sie langlebig und pflegeleicht sind.
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Beschlagsoberflächen schützen das Grundmaterial vor Korrosion, Abnutzung und Umwelteinflüssen – und beeinflussen zugleich die Wirkung im Raum. Im Bild: Randi 1074.80 PVD behandelt
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09|09
PVD
PVD beschreibt ein Verfahren zur Oberflächenveredelung und ist
die Abkürzung für Physical Vapour Deposition (= physikalische
Gasphasenabscheidung). Mit dem Verfahren sind Beschichtungen im
Nanometerbereich möglich. Bei dem vakuumbasierten Prozess werden
metallische Stoffe wie beispielsweise Titannitrid,
Titanaluminiumnitrid oder Titancarbonitrid in die Gasphase
überführt. Durch Kondensation des Materialdampfes auf einen
Festkörper, wie z. B. Beschläge, entsteht die hauchdünne Schicht
auf der Oberfläche.
Zu den verschiedenen PVD-Verfahren zählen unter anderem
thermisches Verdampfen, Elektronenstrahl- und
Laserstrahlverdampfen, Lichtbogenverdampfen sowie Sputtern und
Ionenplattieren. Diese Methoden ermöglichen eine präzise Kontrolle
der Schichteigenschaften und -dicken.
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