Grundsätzliche Anforderungen

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Ausrichtung, Luftwechsel, Feuchtigkeit, Schallschutz

Die gestiegene Bedeutung des Funktionsraumes Bad lässt sich an seiner veränderten Wertschätzung feststellen. Nicht nur die im Bad verbrachte Zeit steigt an, es werden auch Rückschlüsse vom Gesamtbefinden auf die Behaglichkeit der Badatmosphäre gezogen.

Allgemein gilt, dass Bad und WC innerhalb des Gebäudes nach Norden orientiert sein sollten. Durch die Aufwertung der Räume und Umgestaltungen zu Wellnessbereichen setzt sich aber zunehmend eine Südausrichtung durch. Die individuelle Freiheit überwindet auch hier die Richtlinienvorgabe. In allen Fällen ist eine natürliche Beleuchtung und Belichtung wünschenswert.

Aus Gründen der Behaglichkeit herrscht im Bad eine Raumtemperatur von 22 - 24 °C. Für WCs im Wohnungsbau sind 20 °C, für Gebäude mit anderer Nutzung 15 °C ausreichend. Handelt es sich um ein innen liegendes Bad, sollte ein mindestens vierfacher Luftwechsel pro Stunde gewährleistet sein. Da das Bad ein besonders durch Feuchtigkeit belasteter Raum ist, sind entsprechende Dichtungsmaßnahmen vorzusehen. Wand- und Deckenputz müssen genügend Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben können, Oberflächen aufgrund der Kondenswasserbildung leicht zu reinigen sein. Fußbodenbeläge sollten entsprechenden Gleitschutz aufweisen. Den Schallschutz regelt die DIN 4109. Danach darf die Lautstärke der Geräusche, die von haustechnischen Anlagen ausgehen, in fremden Wohn-, Schlaf- und Arbeiträumen 35 dB nicht übersteigen.

Bildnachweis: Hansgrohe, Schiltach