Glastausch bei bestehenden Fensterrahmen

In Bestandsgebäuden entsprechen die Fenster häufig nicht den aktuellen Anforderungen an den Wärmeschutz. Ein Austausch der gesamten Anlage kann jedoch mit hohen Kosten verbunden sein, funktionsfähige Bauteile verschwenden und das Erscheinungsbild des Gebäudes verändern. Der Einsatz von Wärmeschutzglas in bestehenden Rahmen kann hier Abhilfe schaffen.

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Einfachverglasungen weisen einen U-Wert von etwa 5,0–6,0 W/m²K auf, herkömmliche Isolierverglasungen liegen bei rund 2,7–3,0 W/m²K. Wärmeschutzverglasungen erreichen dagegen Werte von 1,1 W/m²K, bei Dreifachverglasungen bis etwa 0,7 W/m²K. Damit reduzieren sie Energieverluste, senken Heizkosten und steigern den Wohnkomfort. Neben einer verbesserten Behaglichkeit im Winter trägt die zusätzliche Dämmung auch zum sommerlichen Wärmeschutz bei.

Technisch erfolgt der Glastausch durch das Ersetzen der alten Scheiben mit Wärmeschutzgläsern, die in der Regel zwei- oder dreifach aufgebaut sind. Eine hauchdünne Beschichtung reflektiert dabei die Wärme zurück in den Innenraum, während eine Edelgasfüllung im Scheibenzwischenraum die Dämmwirkung zusätzlich verstärkt. So verbessern sich die U-Werte der Fenster deutlich.

Voraussetzung für den nachträglichen Einbau ist, dass die vorhandenen Rahmen in einem guten baulichen Zustand sind: stabil, verzugsfrei und luftdicht schließend. Andernfalls sind die positiven Effekte der neuen Verglasung obsolet. Sind Rahmen oder Beschläge stark beschädigt oder energetisch unzureichend, empfiehlt sich ein vollständiger Fensteraustausch.

Neben den energetischen Vorteilen hat der Glastausch auch eine nachhaltige Komponente: Da bestehende Rahmen weitergenutzt werden, entfallen Entsorgungen und die eingesetzten Ressourcen werden weiterverwertet.

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