Dämmung zwischen den Sparren
Das Verfahren eignet sich sowohl für die nachträgliche Wärmedämmung bisher unverkleideter Dachkonstruktionen, bei denen die Eindeckung erhalten bleibt, als auch für unterseitig verkleidete Dachkonstruktion, bei
denen die Eindeckung erneuert wird.
Bei Einbau der Dämmung von oben besteht ein
Problem darin, die unbedingt erforderliche Dampfsperre sinnvoll und lagerichtig
einzubauen. Die Dampfsperre ist bei Dämmstoffen, die nicht aus genügend dampfdichten Stoffen, wie Glasschaum oder Schaumkunststoffen bestehen, unbedingt notwendig. Bei vorhandener Bekleidung der Dachunterseite kann sie sinnvollerweise nur als Aluminiumfolie (0,05 mm) unter der Tapete auf der Innenseite der Dachbekleidung angebracht werden. Bei von unten frei zugänglichen
Sparrenquerschnitten kann die Dampfsperre auch aus 0,2 mm PE-Folie unterhalb der Sparren ausgeführt werden. Bei beiden Dampfsperren sind unbedingt die Stöße sorgfältig zu dichten.
Für die Dämmung zwischen den Sparren kommen vor allem mineralische Dämmstoffe in Platten oder Bahnen zur Anwendung, da sich
Unregelmäßigkeiten der Konstruktion besser anpassen lassen als Hartschaumdämmstoffe. Es muss allerdings beachtet werden, dass mineralische Dämmstoffe nach dem Einbau Volumenvergrößerungen aufweisen, wodurch der
vorhandene Lüftungsraum eingeengt wird. Dies ist bei der Dimensionierung des
Lüftungsquerschnittes zu rücksichtigen.
Weitere Hinweise finden Sie im "Merkblatt Wärmeschutz bei Dächern" herausgegeben vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks, September 1997.
