Dachdeckung: Allgemeine Einführung

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Dächer und Dachformen bei Altbauten weisen eine große Variationsbreite auf. Da ihre Flächen unmittelbar der Witterung ausgesetzt sind, beeinflusste die Häufigkeit von Niederschlägen, die Wahrscheinlichkeit von hohen Schneelasten oder eine extreme Sonneneinwirkung die Auswahl der verwendeten Baustoffe. Außerdem sind bei den Dächern regionale und gesellschaftliche Unterschiede mehr als deutlich: Handwerkerhäuser haben andere Dächer als Königsschlösser. Während in gebirgigen Regionen bis in die Neuzeit Holzschindeln oder Schiefer verwendet wurden, trifft man im Flachland noch heute Reetdächer an.

Die Haltbarkeit von gebrannten Ziegeln und die relativ flächendeckende Verbreitung von Ziegeleien verhalfen diesem Baustoff zu dem ab dem 20. Jahrhundert einsetzenden Siegeszug bei den Steildächern. Später kamen Teer-, Bitumen- und Kunsstoffprodukte zu günstigen Konditionen auf den Markt und ermöglichten die Ikone der Moderne: das Flachdach. Seither ist die Dachdeckungstechnik – auch bei Steildächern – ohne den Einsatz von Folien und Bahnen aller Art nicht mehr denkbar.

Gute Dachdeckungen sind das A und O einer Sanierung. Nicht in der Fläche, sondern an den Dachverschneidungen und an den Anschlüssen an andere Bauteile werden die größten Fehler gemacht. Zahlreiche Detaillösungen, passend zu den jeweiligen Deckungen, beweisen, dass hier einerseits ohne saubere Planung und andererseits ohne saubere handwerkliche Arbeit kein mängelfreies Werk zu haben ist. Da heute viele Dächer ausgebaut und gedämmt werden, ist nicht nur eine unter den Dachziegeln liegende regendichte Dampfdiffusionsbahn, sondern auch eine luftdichte innere Dampfsperre Pflicht. Bei komplizierten Altbauten können dabei schier unlösbare Punkte entstehen. Kurz gesagt: Altbaudächer sind nichts für Anfänger.