Die Konstruktion von Außenwänden
Außenwände übernehmen als schützende Hülle neben dem Dach vielfältige Funktionen, die im Wesentlichen von ihrer Umgebung definiert werden.
Unter anderem spielen dabei folgende drei Faktoren eine maßgebliche Rolle:
- Häufigkeit und Intensität der Sonneneinstrahlung nach geographischem Breitengrad,
- Außentemperatur und Niederschläge je nach Makroklima in Kombination mit der jeweiligen Höhenlage,
- Windverhältnisse, Nebelhäufigkeit etc. nach dem angetroffenen Mikroklima der nächsten Umgebung.
Aus den zur Verfügung stehenden Materialien wurden im Laufe der Baugeschichte die verschiedenen Konstruktionsweisen entwickelt, die entweder monolithisch durchgängig aus einem Material sind oder kompositär aus verschiedenen Materialien zusammengefügt wurden. Bei den kompositären Außenwänden kann meist zwischen tragenden und nicht tragenden Bauteilen unterschieden werden.
In Kenntnis obiger Voraussetzungen wurden seit den frühesten Zeiten jene in der jeweiligen Region am besten tauglichen Konstruktionen erprobt, die zu einem vorherrschenden regionalen Baustil führten. In jüngerer Zeit konnten durch zunehmende Industrialisierung viele neuen Mischformen entwickelt werden, wie zum Beispiel auch Stahlfachwerke mit Ziegelausfachung.
Gerade die Außenwände tragen auf Grund ihrer schieren Größe wesentlich zum Energiehaushalt eines Gebäudes bei. Heute genügen die traditionellen Konstruktionen in der Regel nicht den gestiegenen Anforderungen der neuen EnEV. Sie müssen meist außen oder innen durch zusätzliche Schichten ertüchtigt werden.
