Installationswände

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Nachträgliche Unterbringung von Rohrleitungen

Installationswände dienen der Aufnahme von haustechnischen Ver- und Entsorgungsleitungen in Sanitärräumen und Küchen. Insbesondere in Altbauten nimmt die Nachrüstung und Ergänzung von Leitungssystemen mit großen Querschnitten zusätzlichen Raum in Anspruch, sodass ihr Einbau notwendig werden kann. Meist handelt es sich um vorgefertigte Trockenbau-Wandsysteme, deren Dimensionen auf die zu installierenden Rohrleistungen abgestimmt sind und eine problemlose Befestigung der dazugehörigen Sanitärelemente ermöglichen. Bei entsprechender Dämmung verringern Installationswände außerdem die Schallübertragung der Rohrleitungen und ersetzen aufwendig herzustellende Wandschlitze. Auch können sie die Funktion von Raumteilern übernehmen.

Installationswände sind als Doppelständerwände oder als Vorwandinstallationen vor einer Wand ausführbar. Letztere können auch auf halber Raumhöhe enden und im Bad als Ablageflächen dienen. Installationswände hingegen sind grundsätzlich raumhoch, können beidseitig Installationen aufnehmen und ermöglichen die Integration geschossübergreifender Schächte. Die Konstruktion beider Varianten besteht in der Regel aus einem Ständerwerk mit Metallprofilen, das mit Dämmung gefüllt und anschließend beidseitig mit Gipskartonplatten beplankt wird. Der Abstand der Ständer zueinander und zur bestehenden Wand kann beliebig gewählt werden, richtet sich aber in erster Linie nach den erforderlichen Rohrleitungsquerschnitten, die darin untergebracht werden müssen. Revisionsklappen ermöglichen bei Bedarf den schnellen Zugang zu den in der Wand liegenden Einbauspülkästen und Rohrleitungsanschlüssen.

Eine weitere Variante der Vorwandinstallation stellen Montageblöcke als Installationsbausteine dar. Hierbei handelt es sich um etwa 15 cm tiefe, vorgefertigte Elemente aus Polyesterschaumbeton, die alle Ver- und Entsorgungsanschlüsse sowie die Einbauspülkästen bereits enthalten und körperschallgedämmt an der Wand befestigt werden.