Hydraulischer Abgleich von Heizungsanlagen

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Energieeinsparung durch Optimierung der Wärmeverteilung

Eine optimal eingestellte Heizungsanlage verbessert die Wärmeverteilung im Gebäude und steigert damit die Energieeffizienz der Anlage. In zahlreichen Altbauten wurde jedoch nie ein hydraulischer Abgleich durchgeführt, so dass wesentlich mehr warmes Heizungswasser an den Heizkörpern ankommt, die in der Nähe des Wärmeerzeugers liegen. Sind Heizkörper hingegen in den oberen Stockwerken oder in größerer Entfernung zum Heizkessel angebracht, erhalten sie durch eine falsche Regulierung der Wärmeverteilung oftmals zu wenig Heizwasser, so dass die Räume im Winter nicht warm genug werden. Bei einem hydraulischen Abgleich wird die Heizungsanlage so eingestellt, dass jeder Heizkörper genau die Wärmemenge erhält, die seiner Leistung entspricht. Das verhindert nicht nur die ungleiche Wärmeverteilung, sondern sorgt auch für eine deutliche Energieersparnis.

Durch genaue Überprüfung und Regulierung wird jeder einzelne Heizkörper entsprechend der Raumnutzung individuell so eingestellt, dass das Heizungswasser im Rohrnetz gleichmäßig verteilt werden kann. Dadurch ist die Anlage mit einer niedrigen Volumenmenge betreibbar, so dass für die Pumpe weniger Leistung erforderlich ist. Um einen hydraulischen Abgleich in einem Altbau vornehmen zu können, müssen allerdings voreinstellbare Thermostatventile vorhanden sein.

Der hydraulische Abgleich kann, wenn er im Rahmen einer Altbausanierung von zwei KfW-geförderten Maßnahmen begleitet wird, ebenfalls zu 25% von der KfW-Bank finanziert werden, sofern die Investitionssumme bei über 600 Euro liegt. Die Kosten für einen nachträglichen hydraulischen Abgleich berechnen sich je nach Wohnfläche und Aufwand. Jährlich können mit dieser Maßnahme bis zu 1,80 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche an Energiekosten eingespart werden.