Ergebnisse: Land und Leute

Bildergalerie | 1 | 2 | 3 | 4 |

Kleine Gemeinden gestalten ihre Zukunft im demografischen Wandel

Die Wüstenrot Stiftung hat die Gewinner ihres Wettbewerbes "Land und Leute" bekannt gegeben. Die prämierten Projekte sollten neue Konzepten für das Wohnen und das Wohnen bleiben älterer Menschen in kleinen Gemeinden beinhalten. Im Mittelpunkt stand dabei die Umgestaltung vorhandener Gebäude wie beispielsweise Scheunen, Gasthöfe, Wohnhäuser oder ehemalige Schulen zu einem örtlichen Zentrum mit vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten und Dienstleistungsangeboten, die auf die Sicherung der Lebensqualität der Älteren und der ganzen Bevölkerung zielen.

Aus 87 Einsendungen aus dem ganzen Bundesgebiet hat eine Jury einen Preis, zwei Auszeichnung und fünf Anerkennungen mit Preisgelder in Höhe von insgesamt 25.000 Euro prämiert.

Den 1. Preis erhält die Gemeinde Langenfeld in Bayern für ihre Aktivitäten unter dem Motto „Mitten im Dorf – Mitten im Leben“. Zahlreiche, miteinander vernetzte ehrenamtliche Aktivitäten ermöglichen den Erhalt und den weiteren Ausbau einer lebendigen Dorfgemeinschaft. Kristallisationspunkt für die Dorfentwicklung ist die Umnutzung einer ehemaligen Scheune im alten Dorfzentrum zu einem multifunktionalen Veranstaltungsraum. In Verbindung dazu ist über einen Neubau eine Begegnungsstätte für alle Generationen geschaffen worden.

Eine Auszeichnung geht an die Gemeinde Attenkirchen ebenfalls in Bayern. Der Attenkirchener Senioren Service (ASS) bietet eine vorbildliche Struktur der ehrenamtlichen Organisation von vielfältigen Dienstleistungsangeboten für die Älteren in dieser Gemeinde. In einer behutsam sanierten ehemaligen Dorfgaststätte wurde eine hohe Lebens- und Versorgungsqualität für alle Bürgerinnen und Bürger am Ort geschaffen.

Die zweite Auszeichnung erhält die Gemeinde Göpfersdorf in Thüringen. Diese kleine Gemeinde mit ca. 240 Einwohnern hat die Bausubstanz eines historischen Vierseithofes einer neuen Nutzung zugeführt. Als Ausgangspunkt für die neue Nutzung wurden kulturelle Aktivitäten gewählt, die der Gemeinde eine überregionale Aufmerksamkeit verschaffen und die zugleich in Übereinstimmung mit der identitätsstiftenden Wirkung stehen, die das Gebäudeensemble für die Dorfbewohner hat. Die Integration neuer Sport-, Bildungs- und Freizeitangebote für alle Altersgruppen stärkt die lokale Verankerung des Projekts.

Fünf Anerkennungen erhielten die Gemeinden:

  • Balow (Mecklenburg-Vorpommern) für die multifunktionale Umnutzung einer historischen Gutsanlage und den Umbau einer örtlichen Begegnungsstätte.
  • Göritz (Brandenburg) für den in Kooperation mit dem kommunalen Wohnungsunternehmen Prenzlau-Land erfolgten Umbau eines historischen Landarbeiterwohnhauses zum Haus einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft für die älteren Bewohner/innen.
  • Krauthausen (Thüringen) für ein aus Umbau und ergänzendem Neubau geschaffenes neues Dorfzentrum mit barrierefrei zugänglichen Wohnungen für Ältere, Dorfladen, Seniorentreff und Gaststätte.
  • Nebelschütz – Njebjelčicy (Sachsen) für den Umbau und die Erweiterung einer ehemaligen Kegelhalle und Sportanlage zum Vereins- und Dienstleistungszentrum, die ein eindrucksvolles bürgerschaftliches Engagement dokumentiert.
  • Saara (Thüringen) für die Revitalisierung eines ortsbildprägenden, denkmalgeschützten historischen Vierseithofes zu einem neuen funktionalen Ortsmittelpunkt mit vielseitigen Angeboten für alle Bevölkerungsgruppen.

Zur Unterstützung der weiteren Verbreitung dieser Konzepte, werden die prämierten Wettbewerbsbeiträge sowie die Einsendungen in der „Engeren Wahl“ der Jury in einer Broschüre und in einer Wanderausstellung dokumentiert.

Bildnachweis: Wüstenrot Stiftung,Ludwigsburg