Studie zur Bezahlbarkeit energetischer Modernisierung

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IEU-Modernisierungskompass 2011

Bis 2050 soll der Gebäudebestand in Deutschland energieeffizient sein – so hat es sich die Bundesregierung in ihrem Energiekonzept vorgenommen. Doch sind die Bürger auch in der Lage, die dafür nötigen Investitionen in Heizung und Dämmung zu stemmen? Der IEU-Modernisierungskompass 2011, eine von der Initiative Erdgas pro Umwelt (IEU) beauftragte Studie, durchgeführt vom Institut für Gebäudetechnik Desden (ITG) und dem Bochumer Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (Inwis), hat untersucht, wie die verschiedenen Eigentümerhaushalte durch die energetischen Sanierungsmaßnahmen belastet werden. „Die Studie hat gezeigt, dass der Heizungstausch der sinnvollste erste Schritt einer energetischen Sanierung ist. Die gesparten Energiekosten schaffen dann Spielraum für weitere Maßnahmen wie Dämmung oder Fenstertausch“, erläutert IEU-Geschäftsführer Werner Willmes. Im Vergleich der Heizungstechniken  zueinander zeigen die Ergebnisse des IEU-Modernisierungskompasses, dass der Wechsel zur Erdgasbrennwertheizung für alle Haushaltstypen die wirtschaftlichste Lösung ist. Besonders klimaschonend ist die Kombination aus Brennwerttechnik und Solarthermie. „Wenn erneuerbare Energien in Form einer solarthermischen Anlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung mit eingebunden werden, sinken die CO2-Emissionen schon um bis zu 55%“, so Willmes.

Wer in diesem Jahr eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung nachrüstet, kann sich über die neuen, erhöhten Fördersätze des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) freuen. 120 Euro gibt es bis zum 30. Dezember 2011 pro Quadratmeter Kollektorfläche. Ab 2012 sind es dann wieder 90 Euro pro Quadratmeter. „Besonders positiv ist, dass auch der Kesseltauschbonus langfristig weitergeführt wird“, so Willmes. Der Bonus wird vom BAFA gewährt, wenn zusätzlich zur installierten Solaranlage der alte Heizkessel einem effizienten Brennwertgerät weicht. Bis 30. Dezember 2011 beträgt der Zuschuss 600 Euro, ab 2012 dann 500 Euro.

Quelle: Initiative Ergas pro Umwelt, Essen