Strukturfaktor

Ausreichende Porosität ist zwar eine unbedingte Voraussetzung für die Schallabsorption, aber nicht die einzige Eigenschaft des Dämmstoffes, die sie beeinflusst. Ein Dämmstoff, der hindurchgehende gerade Kanäle besitzt, ist vorteilhafter als einer, bei dem das Luftvolumen in Form von Seitenkanälen und "Sackgassen" vorhanden ist. Das am Absorptionsvorgang tatsächlich beteiligte wirksame poröse Volumen Vw darf nicht viel kleiner als das gesamte Porenvolumen VL sein.

Der Strukturfaktor ist definiert als das Verhältnis:

    s = VL / Vw
Der Strukturfaktor der am häufigsten in der Praxis verwendeten Dämmstoffe liegt zwischen 1,0 und 2,0. Bei einigen Schaumkunststoffen wurden Strukturfaktoren bis etwa 10 ermittelt. Durch solche Stoffe wird, wie bei mangelnder Porosität, kein Anstieg des Schallabsorptionsgrades erreicht.