Schalldämpfende Textilien mit dreidimensionalem Muster

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Sitzen und schallschlucken

Die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit des Menschen leidet nachweislich unter Lärm und störenden Nebengeräuschen. Besonders in Gruppen- oder Großraumbüros ist der Einsatz von schalldämpfenden Materialien deshalb sinnvoll. Da der Schallabsorptionsgrad bei Polsterstühlen größer ist als bei Holzstühlen, kann die Bepolsterung eine aktive Rolle in der Planung der Raumakustik einnehmen.

Innerhalb der Möbelbranche wird nun eine Technologie angewandt, die in der Automobilbranche bei der Produktion von Autositzen bereits allgemein bekannt ist: das Elektro-Welding-Verfahren. Dabei werden unter elektrischer Einwirkung Textilien und Füllung zusammengeschweißt, so dass dreidimensionale Muster entstehen. Verglichen werden kann dieser Vorgang mit der Wirkungsweise eines Waffeleisens. Da das Werkzeug das Muster definiert, muss es dem Auftrag entsprechend entwickelt und gebaut werden, wenn nicht auf existierende Standardwerkzeuge zurückgegriffen werden soll.

Eingeführt in die Möbelbranche wurde das Elektro-Welding-Verfahren von dem dänischen Lieferanten für Möbeltextilien, der Firma Gabriel zusammen mit dem italienischen Textilproduzenten Fidivi Tessitura Spa. Verwendet werden können alle Textilien, die auf Chemiefasern basieren, die so genannten "man-made-fibres" aber auch traditionelle Möbelstoffe. Angewendet wurde das Verfahren beispielsweise für die Bezüge der Bürostuhlserie "Sguig Syncro" des kanadischen Möbelherstellers Keilhauer (Abb. 7) oder für die Stühle "A180" des niederländischen Möbelherstellers Arend.

Hersteller: Gabriel A/S, Aalborg/DK