Die Wand als Lautsprecher
Klangvoll und wärmedämmend
Wer ein Gebäude beschreibt, macht Aussagen über die Größe, die Form, das Material. Aber über den Klang? In Zukunft kann auch darüber eine Aussage gemacht werden und zwar dann, wenn die Wandbauelemente FischerSonic mit integrierter Klangquelle eingebaut werden. In den Sandwichelementen wird der Schall durch eine zum Schwingen gebrachte Fläche, einer Art Membran, erzeugt, die von außen unsichtbar in die Wände eingebaut wird.
Die Soundelemente haben eine Belastbarkeit von 20 Watt oder optional 40 Watt. Als Faustformel gilt für die Hintergrundbeschallung eines Raumes 2 Watt/m² und für die Hauptbeschallung 4 Watt/m². Für einen 100 m² großen Raum würden dementsprechend 10 Elemente mit 20 Watt oder alternativ 5 Elemente mit 40 Watt für die Hintergrundbeschallung eingebaut und für die Hauptbeschallung die doppelte Anzahl. Mit einem Abstrahlwinkel von bis zu 180° und einem integrierten Signalprozessor entsteht auf diese Weise ein raumfüllendes Klangbild. Da der Kern des Bauelements aus hochwärmedämmendem Polyurethan-Hartschaum besteht, bietet das System zusätzlich eine gute Wärmedämmung.
Die „klingenden Wände" sind für Gebäudefassaden, für Stadien, für Innenwände von Hallen, Bahnhöfen oder Flughäfen und anderen öffentlichen Einrichtungen gedacht. Ein positiver Nebeneffekt besteht, neben der guten Klangverteilung und einem klaren Design, im Schutz vor Vandalismus, der sich häufig in der Beschädigung von Lautsprecheranlagen äußert. Bislang existieren Prototypen, an der Serienreife wird derzeit gearbeitet. Dann sollen für die Gestaltung der Außenschale auch verschiedene Oberflächenausführungen zur Verfügung stehen.
Hersteller: Fischer Profil, Netphen-Deuz