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Öffentliche Gebäude

Temporäres Terminal in Wien/A

Die Fassade aus transluzenten Polycarbonat-Stegplatten mit aufgezogener Folie Der abendlich beleuchtete Eingangsbereich Die Fassade mit bedruckter Folie und die Lichtdecke im gleichen Material

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Moderne Öffnungsautomatik und Fassade aus Polycarbonat-Stegplatten

Das Terminalgebäude 1A ist temporär und dient als Übergangslösung bis zur Fertigstellung des Wiener Flughafens 2009. Es sollte schnell errichtet werden und durfte das bestehende Parkdeck nicht zu sehr belasten. Die Halle ist 51 x 29 m groß und besteht aus einer Stahlkonstruktion, die an allen vier Seiten mit transluzenten Polycarbonat-Stegplatten verkleidet ist. Diese werden im Inneren nach Bedarf durch Gipskartonstellwände ergänzt. Das Gebäude wirkt dadurch von außen mehrschichtig und unterschiedlich lichtdurchlässig.

Die Flugzeuglogos mit Beschriftung auf der Außenseite sowie eine auf die Paneele aufgezogene Folie auf der Innenseite der Fassade verstärken den Eindruck ineinander verschwimmender Schichten. Die Folie zeigt Gräser, die sich zu bewegen scheinen. Die Muster wiederholen sich nicht und mussten exakt numeriert und vor Ort montiert werden.

An den Ecken werden die Platten eingekerbt und auf Gehrung gebogen. Die Lichtdecke ist aus dem gleichen Material, aber etwas dünner und leichter ausgebildet. Im Abstand von 90 cm sind die Platten mit Punkthaltern befestigt. Das Gebäude ist vollständig klimatisiert, das Dach besonders stark gedämmt und gleicht die Verluste der Wand in der Gesamtbilanz aus. Nach dem Abbau soll die Halle als Lager dienen.

Türautomation
Die Automatikschiebetüren des Terminalgebäudes werden mithilfe des "Advanced door managements" (ADM) am Bedienterminal der Gebäudeleitzentrale gesteuert und überwacht. Das ADM umfasst die Überwachung und Steuerung aller manuellen und automatischen Türen eines Gebäudes und ermöglicht gleichzeitig den direkten Zugriff auf jede einzelne Tür. Es steuert und überwacht auch Fluchtwege und Zutrittskontrollen sowie den Brandschutz. Der Zustand der Gebäudeabschlüsse (verriegelt, geöffnet, geschlossen, etc.) kann jederzeit abgerufen werden.

Die automatischen Schiebetüren (16 STA) sind modular aufgebaut, also flexibel und anpassbar in Profilen und Antrieb. Sie bewegen Türflügelgewichte bis zu 2 x 120 kg. Die Antriebselektronik ermittelt automatisch Parameter wie Türflügelgewicht, Öffnungsweite und Reibungswiderstand.

Ausgelöst wird die Öffnungsautomatik über besonders widerstandsfähige Radargeräte, unterstützt durch selbstüberwachende Sicherheitslichtschranken. Eine eingebaute Zusatzbatterie sorgt für den Betrieb bei Stromausfall. Für den Einsatz in Flucht- und Rettungswegen werden spezielle Module ergänzt.

Pro Tür sorgen vier große Laufrollen für den reibungslosen Bewegungsablauf. Die Laufschiene ist vorbehandelt und mit einem Gummidichtungsprofil unterlegt, damit der Türflügel geräuscharm gleitet. Ein universelles Blendenprofil macht alle gängigen Montage-Varianten möglich, so am Sturz, freitragend von Wand zu Wand oder an der Decke. Die Profilsysteme sind mit großflächigem Sicherheitsglas kombiniert. Ein horizontales Bürstenprofil dichtet zwischen Antrieb und Türflügeln ab. Neben Basisfunktionen wie z.B. dem Betrieb mit totaler und reduzierter Öffnungsweite oder dem Handbetrieb gibt es diverse Sicherheitsfunktionen und spezifische Einstellungen wie Türflügelgeschwindigkeit und Offenhaltezeit sowie Zusatzoptionen.

Bautafel

Architekten: Itten + Brechbühl, Baumschlager Eberle P.ARC, Wien/A
Projektbeteiligte: Thumberger und Kressmeier, Wien (Tragwerk); Record Austria, Perchtoldsdorf/A (Automatikschiebetüren); FDT Flachdach Technologie, Mannheim (Flachdach)
Bauherr: Vienna International Airport, Wien/A
Fertigstellung: 2007
Standort: Flughafen Wien
Bildnachweis: Vienna International Airport, Wien/A

Architektenprofil

Itten+Brechbühl
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