Städtisches Klinikum in Gütersloh
Türtechnik für Hygiene, Brandschutz und Barrierefreiheit
Das in die Jahre gekommene Bettenhaus des Klinikums Gütersloh wurde durch einen viergeschossigen Neubau mit Zentralküche ersetzt. Dieser schließt sich an den bestehenden Gebäudekomplex an und bietet auf drei Pflegeetagen Platz für insgesamt 126 Betten. Öffentliche und nichtöffentliche Verkehrswege verlaufen voneinander getrennt.
Im Erdgeschoss befinden sich die neue Zentralküche, eine neu eingerichtete Kapelle, Seminarräume, Sitzungssaal und Büros. Technikräume für Heizungs-, Wasser- und Elektroverteilung, das zentrale Krankenblattarchiv, IT- und Telefonzentrale, Kälteanlagen sowie Prosektur und Nebenräume sind im Kellergeschoss untergebracht. Jede Station hat einen großzügigen, hellen Patienten-Aufenthaltsraum mit Balkon.
Bei der Planung der Durchgänge und Abschlüsse kam dem vorbeugenden Brandschutz, der Sicherung der Flucht- und Rettungswege sowie dem barrierefreien Bauen besondere Bedeutung zu.
Türen/Türautomation
Die Hauptflure sind in erster Linie durch verglaste Rauchschutztüren mit unterschiedlichen Funktionstechniken unterteilt. Radarmelder an der Flurdecke erkennen Bewegungen vor der Tür und geben das Signal zum automatischen Öffnen. Sensorleisten an den Türflügeln überwachen während des Öffnungs- und Schließvorganges den Schwenkbereich. Befindet sich dort ein Hindernis, stoppt die Tür. Einige der Türen sind mit Panik-Druckstangen (Pushbar) ausgestattet, die im Gegensatz zu den üblichen Stangengriffen ca. ein Drittel Platz sparen und so die Durchgangsbreite erhöhen.
In der neuen Krankenhaus-Zentralküche mit besonders hohen Hygieneanforderungen wurden T30-Feuerschutztüren aus Edelstahl einbaut, die robust und wasserunempfindlich sind. Feststellanlagen ermöglichen schnellen, ungehinderten Durchgang, schließen im Brandfall und sichern den Brandabschnitt zwischen Küche und Anlieferungszone.
Die Anlieferung der Zentralküche erfolgt durch Sektionaltore mit Aluminium-Rahmenprofil und Lichtbändern. Beim Öffnen gleiten sie vollständig unter die Raumdecke. Da diese Tore keinen Schwenkradius haben, sind sie besonders platzsparend und auch der Raum direkt vor dem Tor kann genutzt werden. Durch die beengten baulichen Verhältnisse wurde eine ungewöhnlich schmale Torvariante mit nur 167 cm Breite eingebaut.
Bautafel
Architekten: Architektengemeinschaft Plischke Beckmann Aachen/Gütersloh
Projektbeteiligte: Teckentrup, Verl (Türtechnik)
Bauherr: Klinikum Gütersloh, Gütersloh
Fertigstellung: 2006
Standort: Reckenberger Straße 19, Gütersloh
Bildnachweis: Teckentrup, Verl