Flughafen in Düsseldorf
Sicherheitsschleusen
Den nach dem Brand ausgeschriebenen Wettbewerb, an dem 1996 zehn Architekturbüros teilnahmen, entschied das Architekturbüro J.S.K. für sich. Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit konnten große Teile des Flughafen Düsseldorf offiziell eröffnet werden. Unter dem Namen "airport 2000 plus" wurden folgende Baumaßnahmen durchgeführt:
- Neugestaltung des Flugsteig A,
- Abriss und Neubau Flugsteig B,
- Neubau des Zentralterminals inklusive einer neuen Tiefgarage im UG mit 800 Parkplätzen und neuer Vorfahrt,
- Fertigstellung der Kabinenbahn zwischen Terminal, Flughafen-Bahnhof und Messe,
- Erweiterung von Terminal C.
Technik
Im Rahmen der Planung für den neuen Zentralbereich stand natürlich die Sicherheit immer an oberster Stelle. Zum einen spiegelt sich das Ergebnis dieser sorgfältigen Planung in einem richtungsweisenden Fluchtwegsystem und Brandschutzkonzept wieder, welches sicher auch für andere Flughäfen und deren Aus- und Umbauplanung einen neuen Maßstab definiert.
Und es gibt in jedem Flughafen spezielle Bereiche, die einen besonderen Sicherheitsanspruch zu erfüllen haben. Eine dieser Zonen ist der Bereich zwischen Gate (Flugzeug-Ankunft) und Gepäckausgabe. Ein Fluggast, der eine Waffe mit sich führt, muss diese beim Abflug mit dem Gepäck aufgeben und bekommt diese erst nach Verlassen des Sicherheitsbereichs mit seinem Gepäck zurück. Hier muss nun verhindert werden, das der Fluggast mit dieser soeben zurückerhaltenen Waffe wieder zurück zum Flugzeug gelangen kann.
Der Flughafen Düsseldorf setzt in diesen Bereichen das record 16 flipflow System als automatische Personenschleuse für den kontrollierten Durchgang in eine Richtung ein.
Diese speziell für Flughäfen und Bahnhöfe konzipierte Personenschleuse zeichnet sich dadurch aus, dass die Personen nur in einer Richtung (zur Gepäckausgabe) den Durchgang benutzen können, ohne dabei zu vereinzeln. Durch die spezielle Konstruktion der Schleuse entsteht kein Staueffekt, wenn viele Personen den Durchgang gleichzeitig benutzen.
Versucht aber eine Person den Durchgang in der gesperrten Richtung (also Richtung Gate) zu benutzen, so wird diese Person detektiert und ein Alarm ausgelöst. Die automatische Tür als auch der Sperrbügel schließen sofort und verhindern den Durchgang auf die sicherheitsrelevante Seite. Der Alarm wird optisch und akustisch angezeigt und kann auch an die Leitzentrale weitergeleitet werden. Verlässt die Person den Detektionsbereich, wird die Schleuse sofort für den normalen Betrieb freigegeben.
Nach der Eröffnung des Flugsteigs B wurde auch bereits der Flugsteig C mit diesen Durchgangsschleusen ausgestattet und so auch in diesem Bereich die Sicherheit erhöht.
Bautafel
Architekten: J.S.K. Dipl. Ing. Architekten, Düsseldorf
Projektbeteiligte: ARGE bestehend aus Hochtief, Bilfinger + Berger, Philipp Holzmann
Bauherr: Flughafen Düsseldorf GmbH
Fertigstellung: Juni 2001
Standort: Düsseldorf
Bildnachweis: Flughafen Düsseldorf GmbH (1); record Türautomation GmbH (2,3)
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