Wohnhaus in Siegen

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Einläufige Treppe mit Antrittspodest

In einem Geschäftsgebäude der Siegener Innenstadt sollten im Obergeschoss Maisonetten als optimierte Wohnzellen ausgebildet werden. Einfache schmale Grundrisse mit einem großen Wohn-/Essbereich sollten dennoch Geräumigkeit suggerieren.
Die quer zum Wohnraum liegende Treppe sollte als Raumteiler fungieren, der aber dennoch genug Durchlässigkeit und Transparenz bieten sollte.

Treppe:
Über zwei Stufen erreicht man einen Laufsteg, der gleichzeitig als Antrittspodest, als Stauraum, als Sitzbank und als Zutritt zur Tür zum Dachgarten dient. Erst von dort gelangt man über die eigentlich Treppe ins Obergeschoss. Diese ist aus seitlichen Wangen aus Furnierholzplatten gefertigt und vom Treppenauge des Obergeschosses abgehängt. Die geschlossenen Treppenwangen-Platten sind dem Treppenzickzack folgend, ausgesägt.

Der Treppenlauf ist geschlossen aus ebensolchen Furnierplatten mit Tritt- und Setzstufen zwischen die Wangen eingespannt und verschraubt.
Um Schwingungsübertragungen aus dem Treppenkorpus auf die untere Ebene mit dem Laufpodest möglichst gering zu halten, wurde lediglich das Handlaufrohr mit einem senkrechten Knick nach unten geführt und auf der Podestfläche befestigt.
An den seitlichen Wandwangen wird der Edelstahl-Handlauf mittels Distanzhülsen auf einen Abstand von 30 mm durch Imbusschrauben gehalten.

Bildnachweis: Archiv der Architekten

Bautafel

Architekten: infra plan, Siegen
Mitarbeiter: Uli Lingemann, Henning Musahl, Annelene Schallenberger, Martin Schäpers
Tragwerk: IMS Müller+Schuppener, Siegen
Bauherren: Wohnungsgenossenschaft Südwestfalen
Standort: Siegen
Fertigstellung: 2001
Treppentyp: einläufig gerade Treppe mit Antrittspodest