Wohnhaus bei Zürich
Einläufige, steile Stahltreppe
Nachdem den Bauherren, die auch Respräsentationspflichten in Ihrem Wohnraum nachgehen wollen, eine Doppelhaushälfte zu klein geworden war, kam Ihnen der Verkauf der anderen Hälfte sehr entgegen, um den neuen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Man sieht dem Gebäude aus den 80er Jahren von aussen nicht an, wie offen und hallenartig die Loftatmosphäre im Inneren wirkt. Bis auf die tragenden Wänden wurde das Gebäudeinnere vollflächig entkernt. Schlichtheit und edle Materialien verdeutlichen den Gestaltungsanspruch der Bauherren.
Treppe
Um bildhaft zu zeigen, dass die Enge der ehemaligen Doppelhaushälfte überwunden ist, wurde die zweite, ehemalige Erschließungstreppe entfernt. An ihrer Stelle führt eine leichte Stahlblech-Kastentreppe von der großen quergesteckten Wohnhalle zu einer Arbeitsgalerie empor. Eindeutig als Nebentreppe erkennbar, offenbart sie den eigentlichen Gewinn des Hauses, indem sie die große Raumhöhe nicht nur optisch verbindet, sondern durch ihre expressive Form auch noch betont. Spiegelblank wurden die Edelstahlbleche, die im Inneren mit Träger ausgesteift sind, an den Schweißstellen verschliffen und poliert. An den leichten Hall des "Resonanzkörpers" beim Treppensteigen haben sich die Bauherren mit der Zeit sicher gewöhnt.
Bildnachweis: Bruno Helbling
Bautafel
Architekt: Leo Frei, Zürich-CH
Farbgestalter: Beat Soller von der Firma Max Schweizer
Bauherren: W.+R. Tobler
Standort: Zürich
Fertigstellung: 2000
Treppentyp: einläufig gerade als Stahlblechkasten